Burgenland

Neben Kärnten brauchte man auch im Burgenland Hilfe

Das Bundesheer befindet sich derzeit im Dauereinsatz. Neben den Unwetterschäden in Kärnten musste das Militär nun einen Schilfsbrand löschen. 
Tobias Kurakin
04.07.2022, 05:43

Die Aufräumarbeiten in Kärnten und anderen Teilen Österreich laufen nach den verheerenden Unwettern vom vergangenen Dienstag nach wie vor auf Hochtouren. Teils heftige Niederschläge haben im Bezirk Villach-Land für Vermurungen, Überschwemmungen und Chaos gesorgt. Das Bundesheer, das zu einem Assistenzeinsatz ausrückte, ist nun auch im Burgenland im Einsatz. 

Verteidigungsministerin ist hoch zufrieden

Am Samstag geriet ein Schilfsbrand im Raum Breitenbrunn außer Kontrolle und konnte erst nach mehreren Stunden am späten Nachmittag durch die eingesetzten Soldaten gebändigt werden. "Der rasche Einsatz unserer Soldatinnen und Soldaten zeigt, dass sich die österreichische Bevölkerung auf das Bundesheer immer verlassen kann. Sie zeigen immer wieder was und wie viel sie können. Oberste Priorität hat für uns die rasche Hilfe vor Ort, die unsere Soldaten sowohl in Kärnten als auch im Burgenland bewiesen haben", sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tannerzum Einsatz. 

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Im Krisengebiet Kärnten liege nun der Fokus darauf, so schnell wie möglich zur Normalität zurückzukehren. Dies dürfte aber noch einige Wochen in Anspruch nehmen. Der zuständige Feuerwehrkommandant von Villach-Land Libert Pekoll geht demnach davon aus, dass man noch gut vier Wochen in die Aufräumarbeiten investieren müsse. 

In den kommenden Tagen wird auch das Bundesheer noch weiter mithelfen. Über 170 Soldatinnen und Soldaten des Villacher Pionierbataillons 1 und der Luftstreitkräfte unterstützen in den ersten Tagen die Aufräumarbeiten mit Hubschraubern und schwerem Pioniergerät wie Bagger, Raddumper und Lastkraftwägen. Ihre Aufgabe ist es, die Hauptverkehrswege im Gegendtal, vor allem nach Afritz am See und Arriach, wieder befahrbar zu machen, um mit den Gerätschaften und dem Personal der Einsatzorganisation weiter vorgehen zu können.

Ein kurzfristig ins Burgenlandabgestellter Black Hawk Hubschrauber, der dort bei der Brandbekämpfung helfen sollte, ist nun wieder zurück in Kärnten. Mit diesem sollen unter anderem Personen, die noch immer von der Außenwelt abgeschnitten sind, mit Lebensmitteln versorgt werden. Zudem kam der Hubschrauber auch bei der Unterstützung der Monteure der KNG-Kärnten Netz GmbH beim Ersetzen der Strommasten zum Einsatz.