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"Nested Lands" zeigt, wie düster das Mittelalter war

Der Early‑Access‑Test zeigt, wie düster und komplex "Nested Lands" im Mittelalter‑Überlebenskampf wirklich ist – mit Bau, Kampf und Koop.
Rene Findenig
25.02.2026, 21:58
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Als "Nested Lands" am 25.Februar2026 endlich in den Early Access gestartet ist, war die Erwartungshaltung groß: ein düsteres Survival‑RPG mit Siedlungsbau, realistischen Konsequenzen und kooperativem Gameplay – entwickelt von 1M Bits Horde und veröffentlicht von Meta Publishing. Nach zahllosen Alphas, Playtests und einer wachsenden Community zeigt der Titel im Vorabzugang eindrucksvoll, wie ambitioniert sein Konzept ist – doch noch nicht immer, wie rund es bereits läuft. "Heute" konnte das Game in seiner frühen Version bereits mehrere Tage lang anspielen.

"Nested Lands" versetzt Spieler sofort in eine trostlose Welt, die von der Pest und ständiger Gefahr geprägt ist. Die offene Welt von Norovellir fühlt sich bei jedem Schritt rau und unbeugsam an: Ressourcen sind rar, Banditen und pestverseuchte Kreaturen lauern hinter jedem Hügel und das Wetter schafft zusätzliche Hindernisse in einem Mittelalter, das schon ohne diese Gefahren ganz schön düster daherkommt. Dieses Setting differenziert das Spiel bewusst von typischen Fantasy‑Sandboxern – hier gibt es keine Drachen, keine Magie, sondern nur harte Realität und endlose Entbehrung.

Siedlungsbau und Ressourcen‑Management

Der Survival‑Aspekt zeigt sich in vielen Facetten: Hunger, Krankheit, raue Witterung und der mentale Zustand des eigenen Charakters gehören zu den Schlüsselfaktoren, die man im Auge behalten muss. Entscheidungen, etwa ob man einen infizierten Dorfbewohner isoliert oder Ressourcen für die Nächstenliebe opfert, tragen Konsequenzen mit sich und beeinflussen fortlaufend den Verlauf der Geschichte. Im Zentrum von "Nested Lands" steht der Aufbau einer funktionierenden Siedlung quasi aus dem Nichts. Erst nachdem ihr Ressourcen wie Nahrung, Materialien und Unterkünfte sichergestellt habt, beginnt der eigentliche Aufbauprozess.

Eure NPC‑Bewohner können in verschiedene Rollen eingeteilt werden – vom Bauern über Handwerker bis hin zu Verteidigern. Diese Vielschichtigkeit verleiht dem Gameplay strategische Tiefe: Ihr plant nicht nur Gebäude, sondern orchestriert ein komplexes Ökosystem aus Produktion, Wohlstand und Schutz. Wer sich auf diese Mechanik einlässt, merkt schnell, wie befriedigend der Aufbau eigentlich ist. Die Atmosphäre wird durch das ständige Bedrohungsgefühl zusätzlich verstärkt – euer Dorf kann jederzeit von Krankheit oder Überfällen erschüttert werden.

Kampf, KI und kooperatives Spielen

Für Fans von Spielen wie "Medieval Dynasty" oder "Valheim" bedeutet das ein Survival‑Erlebnis mit Aufmerksamkeit für Details, die weit über bloßes Craften hinausgehen. Der Early Access bringt bereits ein funktionierendes Kampfsystem und eine kooperative Online‑Komponente mit, die es euch erlaubt, bis zu vier Spieler gleichzeitig agieren zu lassen. Während das Zusammenspiel mit Freunden die härtesten Herausforderungen im Team erträglicher macht, hinterlässt der Kampf selbst noch einen gemischten Eindruck. Kämpfe sind bisher repetitiv und wenig befriedigend, besonders wenn man auf stärkere Gegner trifft.

Ähnliche Kritik wurde bereits im Alpha‑Stadium laut – etwa eine teils unpräzise KI‑Reaktion und Bug‑Anfälligkeit, die auch im Early Access präsent sind. Die Entwickler haben bereits mehrfach betont, dass Community‑Feedback eine zentrale Rolle im weiteren Entwicklungsprozess spielt. Die Roadmap sieht Verbesserungen bei Kampf‑ und Stealth‑Mechaniken vor, ebenso wie ein Ausbau von Story‑Elementen, zusätzlichen Biomen und weiteren Gebäuden. Wie bei vielen Spielen im Early Access üblich, sind noch nicht alle Systeme vollständig ausgereift. Performance‑Schwächen und unausgegorene Benutzeroberflächen gehören dazu.

Ein bisher raue, aber faszinierende Reise

Vereinzelte Grafik‑ oder Animationsprobleme treten auf, doch die im Early Access aktive Community ist intensiv dabei, Bugs zu melden und den Entwicklern konstruktives Feedback zu liefern. Trotz leichter Kritik hält sich die allgemeine Stimmung unter Spielern und auch im "Heute"-Eindruck positiv: Auf Steam etwa verzeichnen erste Nutzerreviews ein deutlich positives Feedback, was darauf hindeutet, dass viele Spieler das Potenzial erkennen und den weiteren Weg begleiten wollen. Das bleibt zu hoffen, denn "Nested Lands" zeigt bereits jetzt im Early Access, dass es das Zeug für ein ganz großes Survival-Rollenspiel hätte.

"Nested Lands" ist im Early Access ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Survival‑Gameplay mit tiefgreifender Siedlungsführung und düsterer Weltgestaltung verschmelzen kann. Noch nicht alles läuft rund, doch die Mischung aus taktischer Planung, emotionaler Härte und kooperativem Überlebenskampf sorgt bereits jetzt für fesselnde Stunden – besonders für Fans anspruchsvoller Aufbau‑ und Survival‑Titel. Während der Weg zum fertigen Spiel noch lang ist, zeigt das Gebotene, wie viel Herzblut im Projekt steckt und was für ein einzigartiges Erlebnis am Horizont wartet.

{title && {title} } rfi, {title && {title} } 25.02.2026, 21:58
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