Niederösterreich und die Universität Wien bauen ihre Zusammenarbeit beim Leopold Figl Observatorium aus. Die Landesregierung gab nun grünes Licht für Investitionen von rund einer Million Euro in den nächsten fünf Jahren.
Im Zentrum steht die Suche nach Exoplaneten – also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Am Mitterschöpfl in Altenmarkt an der Triesting (Wienerwald, Bezirk Baden) kommt dafür Österreichs größtes Spiegelteleskop zum Einsatz. Mehr als 5.000 solcher Himmelskörper sind weltweit bereits bekannt.
Wissenschafts-Landesrat Stephan Pernkopf (VP) hebt den Nutzen der Investition hervor: "Niederösterreich greift in vielen Forschungsbereichen nach den Sternen, etwa in der Weltraumforschung. Viele Erkenntnisse und Gerätschaften aus Astrophysik und Weltraumforschung finden Eingang in unseren Alltag, egal ob das Navigationssysteme oder Antriebe sind." Er freue sich auf "spannende Ergebnisse, mit denen wir nicht nur den Weltraum erforschen, sondern auch das Leben hier in Niederösterreich leichter machen können".
Uni-Wien-Rektor Sebastian Schütze sieht in der Finanzspritze für Weltraumforschung auch einen Standortvorteil: "Mit Österreichs größtem Teleskop, das nun der Exoplanetenforschung gewidmet ist, positionieren wir Niederösterreich als Zentrum für bahnbrechende astronomische Entdeckungen und schaffen gleichzeitig einzigartige Möglichkeiten für Studierende und Öffentlichkeit, sich mit Spitzenforschung auseinanderzusetzen".
Das Leopold Figl-Observatorium komplementiert damit die Beobachtungsdaten von Weltraumteleskopen um die physikalischen Eigenschaften von Exoplaneten zu präzisieren. Das Observatorium bleibt auch für Besucher zugänglich. Künftig sollen zudem Amateurastronominnen und -astronomen stärker in Forschungsprojekte eingebunden werden.