Ölkaiser-Gold erhalten

Hanfbauer seit 30 Jahren: "Ölpressen ist Leidenschaft"

Seit 1996 werden in der Hanfwelt in St. Leonhard am Forst Hanfprodukte produziert. Leinöl kam später auch noch hinzu.
Olivia  Brandstetter
02.04.2026, 05:30
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Stefan Riegler-Nurscher (41) leitet die Hanfwelt Riegler-Nurscher in St. Leonhard am Forst (Bezirk Melk, ). Neben Hanf- und Leinprodukten gibt es auch Bio-Weidegänse und Bio-Wildmasthendl.

Seit 1997 wird Öl gepresst

"Hanfprodukte produzieren wir seit 1996", so Riegler-Nurscher im "Heute"-Gespräch. 1996 wurde also der Startschuss gegeben – das erste Mal wurde Hanf angebaut.

Zuvor sei es ein Rindermastbetrieb mit Maststieren und Milchkühen gewesen. Seine Eltern seien dann auf Bio umgestiegen. Sie suchten Produkte, die biologisch gut am Feld wachsen – der Hanf habe sich dafür gut geeignet. Seit 1997 pressen sie das Öl selbst.

Der Rindermastbetrieb wurde zunächst reduziert und 2008 komplett aufgelöst. Riegler-Nurscher leitet den Betrieb seit dem Jahr 2007 – damals war er 18 Jahre alt.

Größter Hanfbetrieb in Österreich

Hanfprodukte seien hochwertige Lebensmittel. "Ölpressen ist eine Leidenschaft von mir", so Riegler-Nurscher. Auf seinem Betrieb wachsen circa zehn Hektar Hanf.

Mit den aktuellen 60 Vertragsbauern komme er auf eine Fläche von 350 Hektar Hanf. In Spitzenjahren gebe es sogar auf 500 Hektar Hanf. Das sei "rein, was unser Betrieb übernimmt" – dazu gehört auch die Verarbeitung und Vermarktung. Laut Riegler-Nurscher sei sein Unternehmen momentan der größte Hanfbetrieb in ganz Österreich.

2010 wurde auch der Lein in den Betrieb aufgenommen. "Lein verarbeiten wir nur in geringen Mengen", so der Geschäftsführer im "Heute"-Gespräch. Dieser komme nur von seinem Betrieb. Jährlich komme er bei diesem Produkt auf fünf Hektar. Er wollte die Ölpresse besser auslasten sowie in der Landwirtschaft andere Kulturen hinzufügen. "Lein hat sich gut angeboten", so Riegler-Nurscher.

Ölkaiser-Prämierung

Das Bio-Hanföl und das Bio-Leinöl reicht der Betrieb jedes Jahr bei der Ölkaiser-Verkostung ein. "Dass wir wissen, wo wir liegen", erklärt Riegler-Nurscher den Grund dafür. Für ihn sei es eine Qualitätskontrolle, ob sie die Qualität haben, die sie erreichen wollen. Außerdem werde ein Vergleich zu anderen Betrieben gezogen und das Öl bewertet.

Beim Hanföl hätten sie schon mehr als zehn Goldmedaillen und auch beim Leinöl bereits zahlreiche Goldmedaillen erhalten.

"Wir freuen uns natürlich sehr", so der Geschäftsführer im "Heute"-Gespräch zu der Ölkaiser-Prämierung von 2026. Beim Hanföl hätten sie alle Punkte erreicht. Er hoffe, dass es so weitergeht und die Qualität so bleibt. "Wir sind auch sehr bemüht, dass das so eintritt", erklärt Riegler-Nurscher.

Selber Standort, aber getrennt

Neben Hanf- und Leinprodukten gibt es auch 1.200 Bio-Weidegänse sowie 300 Bio-Wildmasthendl am Betrieb von Riegler-Nurscher. Die Landwirtschaft mit den Tieren sei mittlerweile ein "eigenständiger Betrieb".

Die Gänse habe er seit 1997, sie waren damals als Zusatz für die Rinderhaltung gedacht. Die Hühner seien seit 2011 am Betrieb. Dies sei eine Idee seiner Frau gewesen, so Riegler-Nurscher im "Heute"-Gespräch. Der Aufzuchtstall und Schlachtraum sollten besser genutzt werden.

Die Firma mit den Hanf- und Leinprodukten und die Landwirtschaft seien "mittlerweile zwei eigene Unternehmen" – am selben Standort, aber getrennt.

{title && {title} } bro, {title && {title} } 02.04.2026, 05:30
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