Nur noch in Trafik erhältlich

Ab sofort: Verbot von Vapes und Snus in Automaten

Seit Mittwoch gelten strengere Regeln für Nikotinprodukte. E-Zigaretten und Nikotinbeutel dürfen nur in Trafiken und Fachgeschäften verkauft werden.
Victoria Carina  Frühwirth
01.04.2026, 18:13
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Bisher waren die Nikotin-Produkte vielerorts rund um die Uhr über Automaten erhältlich. Damit ist nun Schluss: Nikotinbeutel wie "Snus" und E-Zigaretten, also Vapes, fallen unter das Tabakmonopol. Zusätzlich wird künftig Tabaksteuer eingehoben, wodurch die Preise schmerzlich steigen dürften.

Betreiber verliert jetzt Viertel des Umsatzes

Für Betreiber von Automatenshops hat die Neuregelung spürbare Folgen. "Wir machen ein Viertel unseres Umsatzes damit", sagt etwa ein Shopbetreiber aus St. Pölten gegenüber "ORF NÖ". Laut Wirtschaftskammer könnten manche Betriebe ihre Shops unter diesen Bedingungen nicht weiterführen.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

Einige Unternehmer prüfen nun alternative Geschäftsmodelle, andere sehen ihre Existenz gefährdet. Eine Übergangsfrist erlaubt allerdings noch den Abverkauf bestehender Lagerbestände bis Jahresende.

Spritpreise im Vergleich
Die günstigsten Tankstellen in deiner Nähe
Kartenplatzhalter für Spritpreise
Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Kritik von Nikotin-Konsumenten

Auch unter Konsumenten stoßen die neuen Regeln nicht nur auf Zustimmung. Der 24-jährige Paul aus dem Bezirk Tulln verwendet Nikotinbeutel. Er sagt im "Heute"-Gespräch: "Ich finde es schon nervig, dass es keine Snusbeuteln mehr in Automaten geben soll. Die Altersprüfung findet sowieso am Automaten per Kartenerkennung statt." Grundsätzlich werde sich am Zugang wenig ändern, meint er: "Wer Snus oder E-Zigaretten will, der bekommt sie auch in Zukunft noch. So war es schon immer."

Ähnlich sieht das die 23-Jährige Simone aus Klosterneuburg. "Ich verstehe, dass weniger Konsum das Ziel ist, weil man kein Nikotin bekommt, wenn die Trafik zu ist. Ich bin aber schüchtern und gehe nicht gerne in Trafiken", sagt sie. Besonders störend sei für sie die eingeschränkte Verfügbarkeit: "Ich hasse das Gefühl, wenn abends die Vape leer wird und ich bis zum nächsten Tag ohne auskommen soll. Da habe ich im Notfall lieber bei einem Automaten vorbeigeschaut."

Jetzt Leserreporter werden.

Für jedes Foto in "Heute" oder jedes Video auf "Heute.at" gibt es 50 Euro.So geht's

Politik sieht wichtigen Schritt

Der NÖ Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (NÖAAB) begrüßt die neuen Regeln. In einer Aussendung spricht Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister (VP) von einem "wichtigen Fortschritt für den Schutz junger Menschen".

Bereits im Juli 2024 hätten sie und Jugendsprecher Florian Krumböck (VP) strengere Maßnahmen gefordert, darunter ein Verkaufsverbot an unter 18-Jährige sowie ein Werbeverbot. "Dass Nikotinprodukte künftig nicht mehr rund um die Uhr und an jeder Ecke erhältlich sind, ist ein wichtiger Fortschritt", so Teschl-Hofmeister.

Fokus auf Jugendschutz

Hintergrund der Verschärfungen ist laut NÖAAB vor allem der Schutz junger Menschen. In der Aussendung wird darauf verwiesen, dass bereits rund 28 Prozent der 15-Jährigen zu E-Zigaretten greifen würden.

Jetzt Leserreporter werden.

Für jedes Foto in "Heute" oder jedes Video auf "Heute.at" gibt es 50 Euro.So geht's

Gleichzeitig betont der Bund, dass neben gesetzlichen Maßnahmen auch Aufklärung notwendig sei, um die Risiken von Nikotin stärker ins Bewusstsein zu rücken.

{title && {title} } VF, {title && {title} } 01.04.2026, 18:13
Jetzt E-Paper lesen