Sie stechen auch am Tag

Neue Gelsen-Art hat sich in ganz Wien ausgebreitet

Auch untertags werden die Wiener jetzt immer mehr von Gelsen gestochen. Ein Trend, der sich einer Expertin zufolge fortsetzen wird.
Newsdesk Heute
19.05.2026, 09:37
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In den kommenden Tagen wird es in ganz Österreich immer wärmer, in Richtung Wochenende sind bis zu 30 Grad drinnen. Mit dem Frühsommer beginnt aber auch wieder die leidige Zeit der Stechmücken.

Nach dem Niederschlag der abgelaufenen Woche und den steigenden Temperaturen könne es jetzt rasant gehen, "dass die Population in die Höhe schnellt", sagt Maria Unterköfler vom Institut für Parasitologie an der Veterinärmedizinischen Universität Wien im ORF.

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Seitens der Wissenschaft gibt es das sogenannte "Gelsenmonitoring". Tiere werden in Fallen gefangen und anschließend untersucht. Größte Erkenntnis dabei ist aktuell, dass sich die asiatische Tigermücke mittlerweile in ganz Wien ausgebreitet hat. Das bestätigen auch Bilder von Bürgern in der "Mosquito Alert App".

Zahl steigt weiter

Die Zahl sei in den letzten Jahren deutlich gestiegen – ein Trend, der sich fortsetzen wird. Die spürbare Auswirkung liegt darin, dass die Tigermücke auch untertags sticht. In Graz werden deswegen Millionen sterile Männchen ausgesetzt, sodass die stechenden Weibchen keinen Nachwuchs bekommen können. Dass sich diese Maßnahme langfristig rechnet, bezweifelt Unterköfler aber.

Generell zeige sich, dass es in Wien immer weniger Gelsen gibt. "Das Monitoring läuft mittlerweile über zehn Jahre. Und wir sehen, dass sie tatsächlich weniger geworden sind. Man kann ungefähr sagen, dass es teilweise um die Hälfte zurückgegangen ist", erklärt die Expertin gegenüber ORF Wien.

Was man dagegen tun kann

Neben dem allgemeinen Insektensterben setzt den Stechmücken der Klimawandel besonders zu. Die Winter werden zwar milder, aber weniger konstant. Auf kalte Perioden folgen immer wieder kurz wärmere, in denen die Gelsenentwicklung startet, und dann wird es plötzlich wieder sehr kalt.

Außerdem brauchen Gelsen stehende Wasseransammlungen. Die Expertin rät deshalb: Regentonnen abdecken und Untertöpfe oder herumstehendes Kinderspielzeug ausleeren. Immerhin können sie aus eigener Kraft nur etwa 100 bis 150 Meter aktiv fliegen.

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