Wetter-Experte zieht Bilanz

Neue Karte zeigt – so trüb war der Jänner wirklich

Der Jänner fiel in Österreich nicht nur zu kalt, sondern besonders trocken aus. Bei der Sonnenscheindauer gibt es ein zweigeteiltes Bild.
Wetter Heute
30.01.2026, 09:48
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Der zweite Monat des Kern-Winters neigt sich dem Ende zu. Für die Wetter-Experten von UBIMET wird es deshalb Zeit, Bilanz zu ziehen. Im Vergleich zum jüngeren Klimamittel von 1991–2020 fiel der Jänner deutlich zu kalt aus.

Wiederholte Ost- bis Südostlagen mit Zufuhr seichter, kontinentaler Kaltluft sorgten im gesamten Donauraum und im Südosten für Abweichungen um –2 Grad, während der Monat im Westen der Alpenrepublik nur leicht unterdurchschnittlich abschließt. Österreichweit beträgt die Temperaturanomalie etwa –1 Grad: der kälteste Jänner seit 2017.

Die Anzahl der Tage mit einem Höchstwert unter 0 Grad (Eistage) war in den meisten Niederungen durchschnittlich (Westen) bzw. überdurchschnittlich (Osten). Besonders viele Eistage gab es im Jänner im südöstlichen Flachland, von Rekorden sind wir aber sehr weit entfernt.

Winterdürre

Eindeutig zweigeteilt war der Jänner 2026 in Sachen Niederschlag. In der gesamten Nordhälfte schließt der Monat deutlich zu trocken ab. Oft beträgt das Manko hier -60 bis -70 Prozent. Im Süden fallen die Anomalien deutlich geringer aus, vor allem im Grazer Becken und in der Südweststeiermark war der Monat sogar leicht zu nass. Landesweit betrachtet beträgt die Abweichung etwa -50 Prozent: Man kann durchaus von einer regionalen Winterdürre sprechen.

Die überwiegend zu kalte Witterung führte zu häufigen Schneefällen. In der Nordwesthälfte fiel der Niederschlag sogar zu 80 bis 90 Prozent als Schneefall. Die Neuschneemengen hielten sich jedoch selbst im Bergland aufgrund der relativen Trockenheit eher in Grenzen. Die seichte, kontinentale Kaltluft brachte zudem vor allem im Norden und Osten auch relevante Eisregen-Ereignisse.

Regional viel Sonnenschein

Bei der Sonnenscheindauer wurde im Jänner eine österreichweite Abweichung von +15 Prozent verzeichnet. Besonders viel Sonne – zumindest im Vergleich zum Klimamittel – gab es im westlichen Donauraum. Ein kleiner Trost nach dem rekord-trüben Dezember hier. Der Monat war nur im Südosten und im Waldviertel etwas trüber als üblich.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 30.01.2026, 10:39, 30.01.2026, 09:48
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