Strengere Auflagen, Vorgaben

Neue Regeln in Wien – was sich ab Juli genau ändert

Ab Juli gelten in Wien neue Vorgaben für Veranstaltungen. Im Fokus stehen mehr Sicherheit, strengere Umweltauflagen und Regeln bei Lärmkonflikten.
André Wilding
10.06.2026, 07:55
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Wer in Wien ein Fest, Konzert oder einen Klubbetrieb veranstaltet, muss sich ab 1. Juli auf neue Vorgaben einstellen. Mit einer Novelle des Veranstaltungsgesetzes will die Stadt vor allem das Sicherheitsgefühl von Gästen stärken und gleichzeitig bei Nachhaltigkeit und Lärmschutz nachschärfen.

Schutz von Frauen

Ein zentraler Punkt betrifft den Schutz von Frauen und anderen Besuchern. Künftig müssen Veranstaltungen ab einer Kapazität von 300 Personen ein entsprechendes Sicherheits- und Awareness-Konzept vorlegen. Zudem muss zumindest eine verantwortliche Person benannt werden. Mit steigender Besucherzahl wachsen auch die Anforderungen an die Veranstalter.

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Für die Stadtregierung soll es dabei nicht bei Absichtserklärungen bleiben. Veranstaltungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) kündigt Kontrollen an, um die Einhaltung der neuen Vorgaben sicherzustellen. Frauenstadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ) sieht darin einen "neuen Standard".

Konkrete Maßnahmen

Die Stadt verweist darauf, dass bereits das vorgesehene Mindestkonzept sehr konkrete Maßnahmen umfasst. Veranstalter können dieses bei Bedarf erweitern. Der entsprechende Leitfaden der Veranstaltungsbehörde soll ab Mitte Juni zur Verfügung stehen.

Veranstaltungsstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ)
Helmut Graf

Präsentiert wurden die neuen Regeln im Wiener Klub "Loft". Der Veranstaltungsort setzt bereits seit Jahren freiwillig auf Awareness-Maßnahmen. Die Betreiber begrüßen die Gesetzesänderung und berichten von positiven Erfahrungen. Der zusätzliche Aufwand mache sich durch eine bessere Stimmung und treue Gäste bezahlt.

Neben der Sicherheit nimmt die Stadt auch Umweltfragen stärker in den Blick. Für Veranstaltungen gelten künftig strengere Vorgaben zur Müllvermeidung und Nachhaltigkeit.

Strengere Maßstäbe

Auch im Dauerkonflikt zwischen Veranstaltern und Anrainern schafft die Novelle Klarheit. Veranstaltungsorte, die seit Jahrzehnten bestehen, sollen nicht nachträglich ihre Aktivitäten an neu errichtete Wohnsiedlungen anpassen müssen. Davon profitieren etwa etablierte Standorte wie die Arena oder das Praterstadion.

Gleichzeitig kündigt die Stadt bei temporären Veranstaltungen auf Freiflächen strengere Maßstäbe an. Gerade solche Partys würden zuletzt deutlich häufiger organisiert.

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