Neue Regierung ist jünger und weiblicher als je zuvor

Fast alle Namen der türkis-grünen Ministerkandidaten sind inzwischen durchgesickert. Noch nie war die Regierungsmannschaft so weiblich und so jung.

Bei jeder Regierungsverhandlung geht es natürlich nicht nur um Sachthemen sondern auch darum, wer in welchem Ministerium jeweils dafür zuständig sein wird. In den letzten Wochen sind bereits einige Details über die wahrscheinliche neue Regierungsmannschaft durchgesickert.

Von vornherein klar waren ÖVP-Obmann Sebastian Kurz als Kanzler und Grünen-Sprecher Werner Kogler als Vizekanzler. Sie führen das Regierungsteam aus elf türkisen und vier grünen Ministerinnen und Ministern an. Erstmalig dürfte es diesmal mehr Ministerinnen als Minister geben – und: Noch nie war das Regierungsteam so jung.

Erstmals mehr Frauen als Männer bei ÖVP

Kurz selbst als erneut jüngster Bundeskanzler mit 33 Jahren dürfte ebenso fix sein wie Gernot Blümel (38) als ÖVP-Finanzminister. Europaministerin soll Karoline Edtstadler (38) werden. Das Landwirtschaftsministerium geht wie bereits 2017 an Elisabeth Köstinger (41). Margarete Schramböck (49) dürfte erneut Wirtschaftsministerin werden.

Neu ins Regierungsteam kommen die 34-jährige Susanne Raab als Integrationsministerin sowie die bisher kaum bekannte 36-jährige Christine Aschbacher als Ministerin für Arbeit, Familie und Jugend. Das Verteidigungsministerium übernimmt mit der 49-jährigen Klaudia Tanner erstmals ebenfalls eine Frau.

Als Innenminister wird der 47-jährige Karl Nehammer fungieren, Bildungsminister soll abermals Heinz Faßmann (64) werden. Noch unklar ist, wer den Posten des Außenministers übernimmt. Im Gespräch sind Übergangs-Außenminister Alexander Schallenberg (50) und der bisherige Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal (62).

Auch Grüne setzen auf Frauenpower

Für die Grünen stemmt die 42-jährige Leonore Gewessler als "Superministerin" für Umwelt, Infrastruktur und Verkehr nicht nur ein Mammut-Ressort, sondern deckt künftig auch das grüne Kernthema Umwelt- und Klimaschutz ab. Ins Justizministerium soll die 35-jährige Durchstarterin Alma Zadic einziehen. Sie wechselte von der Liste Pilz zu den Grünen und führte auch gleich die Regierungsverhandlungen mit.

Ebenfalls Anwärter auf ein Ministeramt ist Rudi Anschober (59). Er gilt als Fixkandidat für das Sozialministerium, das wohl auch die Gesundheitsagenden übernehmen wird. Wo die Kulturagenden, die den Grünen zufallen, landen werden, ist noch unklar. Im Gespräch war bisher Eva Blimlinger (58), alle vier Ministerposten für die Grünen sind allerdings bereits vergeben.

Die Grünen müssen das Regierungsprogramm ebenso wie die Ministerkandidaten allerdings noch vom Bundeskongress am 3. Jänner absegnen lassen. Deshalb herrscht hier noch weniger Klarheit als bei den ÖVP-Regierungsmitgliedern.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
PolitikBundesregierungNationalratswahl

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen