Bisher waren Verkehrsstrafen in den Bundesländern unterschiedlich hoch. Jetzt werden die Strafhöhen bei Anonymverfügungen österreichweit vereinheitlicht und teils deutlich erhöht – "Heute" berichtete.
Neue "Tarife" Wer im Ortsgebiet 10 bis 15 km/h zu schnell ist, zahlt künftig 80 Euro. Bei Gelb über die Ampel wird mit 70 Euro bestraft, bei Rot mit 100 Euro. Beim Verstoß gegen Halte- oder Parkverbot werden 60 Euro fällig, ebenso bei Überschreiten der Kurzparkzeit. Blinker vergessen kostet 70 Euro.
50 % mehr Der ÖAMTC begrüßt die Vereinheitlichung der Strafen, kritisiert aber das Ausmaß der Erhöhung um durchschnittlich 50 Prozent.
Prinzip Man habe die höchste Strafe, die in einem Bundesland galt, genommen und bei verkehrssicherheitsrelevanten Delikten noch deutlicher etwas draufgeschlagen, heißt es aus dem Ministerium zu "Heute".
80 Mio. Der Staatskasse sollen die höheren Strafen 80 Millionen Euro bringen.
Tempoüberschreitungen
- Im Ortsgebiet (Limit 50 km/h)
bis 10 km/h: 60 Euro
10 km/h bis 15 km/h: 80 Euro
15 km/h bis 20 km/h: 105 Euro
- Auf Freilandstraßen (Limit 100 km/h)
bis 10 km/h: 50 Euro
10 km/h bis 15 km/h: 80 Euro
20 km/h bis 25 km/h: 95 Euro
25 km/h bis 30 km/h: 120 Euro
- Auf Autobahnen (Limit 130 km/h)
bis 10 km/h: 40 Euro
10 km/h bis 20 km/h: 80 Euro
20 km/h bis 30 km/h: 120 Euro
- Ampeln, Schutzwege
Bei Gelb in Kreuzung: 70 Euro
Bei Rot in Kreuzung: 100 Euro
Fußgänger behindern: 85 Euro
- Halten und Parken
Halten/Parken im Halte- oder Parkverbot: 60 Euro
Unberechtigtes Abstellen auf Behindertenparkplatz: 120 Euro
- Autobahn und Rettungsgasse
Keine Bildung der Rettungsgasse, unbefugtes Befahren: 200 Euro
Missachtung des Rechtsfahrgebots: 100 Euro