In Wien tickt die Zukunft! Eine neue Hightech-Uhr soll schon bald bestimmen, wie spät es in ganz Österreich ist. Das Besondere: Sie arbeitet unglaubliche 75.000-mal genauer als die bisherigen Atomuhren. Wie der ORF berichtet, könnte die neue Technologie bereits in den kommenden ein bis zwei Jahren die offizielle Zeitmessung übernehmen.
Was viele nicht wissen: Die genaue Uhrzeit für Österreich kommt aus einem Labor in Wien-Ottakring. Dort betreibt das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) zwei Atomuhren, die bereits seit den 1980er Jahren im Einsatz sind. Eine gibt die offizielle Zeit vor, die andere dient als Absicherung.
Doch die betagten Geräte sollen bald ausgedient haben. Ihr Nachfolger steht bereits bereit und hat seine außergewöhnliche Genauigkeit im einjährigen Testbetrieb unter Beweis gestellt.
Wie präzise die neue Uhr tatsächlich arbeitet, verdeutlicht ein spektakulärer Vergleich: Hätte man sie beim Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren gestartet, würde sie heute gerade einmal eine Sekunde falsch anzeigen.
Die bisherigen Atomuhren hätten sich in derselben Zeit hingegen um rund drei Stunden verschätzt.
Hinter der enormen Genauigkeit steckt eine völlig andere Art der Zeitmessung. Während herkömmliche Atomuhren mit Cäsium arbeiten, nutzt das neue Gerät ein elektrisch geladenes Ytterbium-Atom. Dieses wird mit Laserlicht angeregt. Die dabei genutzte extrem hohe Frequenz ermöglicht eine wesentlich feinere Zeitmessung.
Die neue Technik macht sogar etwas sichtbar, das im Alltag niemand bemerkt: Die Zeit vergeht nicht überall gleich schnell.
Laut Einsteins Relativitätstheorie läuft sie in größerer Höhe minimal schneller ab, weil dort die Erdanziehungskraft etwas schwächer ist. Mit optischen Uhren lassen sich diese winzigen Unterschiede tatsächlich nachweisen.
Das führt zu einem kuriosen Ergebnis: Wer 80 Jahre alt wird, dessen Kopf ist rein rechnerisch rund 80 Nanosekunden älter als seine Füße. Das sind gerade einmal 0,00000008 Sekunden. Die Messgeräte sind mittlerweile sogar so empfindlich, dass sich Höhenunterschiede von wenigen Zentimetern anhand der Zeit bestimmen lassen.
Die neue Technik macht sogar etwas sichtbar, das im Alltag niemand bemerkt: Die Zeit vergeht nicht überall gleich schnell. Laut Einsteins Relativitätstheorie läuft sie in größerer Höhe minimal schneller ab, weil dort die Erdanziehungskraft etwas schwächer ist. Mit optischen Uhren lassen sich diese winzigen Unterschiede tatsächlich nachweisen.
Das führt zu einem kuriosen Ergebnis: Wer 80 Jahre alt wird, dessen Kopf ist rein rechnerisch rund 80 Nanosekunden älter als seine Füße. Das sind gerade einmal 0,00000008 Sekunden. Die Messgeräte sind mittlerweile sogar so empfindlich, dass sich Höhenunterschiede von wenigen Zentimetern anhand der Zeit bestimmen lassen.
Geht alles nach Plan, wird die optische Uhr innerhalb der nächsten zwei Jahre in das österreichische Zeitsystem eingebunden. Damit würde Österreich laut BEV zu den ersten fünf Staaten weltweit gehören, die ihre Normalzeit mit dieser Technologie ermitteln.
Der Fortschritt könnte weitreichende Folgen haben. Denn auch die international gültige Definition einer Sekunde steht vor einer grundlegenden Änderung. Seit 1967 bildet die Schwingung von Cäsium-Atomen die Grundlage. Künftig könnten optische Uhren diese Aufgabe übernehmen.
Besonders wichtig ist das für moderne Technologien, bei denen selbst winzigste Zeitabweichungen eine Rolle spielen.
So beeindruckend die Genauigkeit auch ist, für den privaten Gebrauch kommt die neue Uhr nicht infrage. Sie benötigt ein speziell abgeschirmtes Labor, da selbst kleinste Störungen durch Licht oder Schall ihre Messungen beeinflussen können.
An der Uhrzeit auf Deinem Handy wird sich durch die neue Technik übrigens nichts Sichtbares ändern. Sie wird künftig nur noch genauer sein, als Du es jemals bemerken könntest.