"Fühlen uns betrogen"

Neue Vorwürfe gegen René Benko – es geht um 250 Mio. €

Die Akte Benko schien abgeschlossen, der Signa-Gründer beschäftigte sich zuletzt mit Tischlern – doch jetzt kommen neue Vorwürfe auf.
Newsdesk Heute
21.03.2026, 18:40
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Um René Benko ist es zuletzt wieder ruhiger geworden. Schon seit Ende Jänner 2025 sitzt er in Haft, zuletzt in Innsbruck, muss dort planmäßig bis 2027 einsitzen. Die Berufungsprozesse laufen aber noch – es gilt die Unschuldsvermutung.

Bis vor Kurzem war der Milliarden-Pleitier praktisch durchgehend mit der Analyse seines Strafakts beschäftigt. Seit einiger Zeit gibt es hier aber keinerlei Neuigkeiten. Er hat deswegen – "Heute" berichtete – einen Job in der gefängniseigenen Tischlerei eingetreten.

Gut möglich, dass er diese Beschäftigung bald wieder aufgeben muss – denn die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen in einem weiteren Vorwurf aufgenommen.

"Fühlen uns betrogen"

Im "Kurier" packte vergangene Woche der Investor Riccardo Arduini aus. Mit der Ameria Invest AG seiner Familie steckte er seit 2012 Geld in die Signa. Zuletzt war ein Mega-Darlehen über satte 250 Millionen Euro und ein weiteres über 50 Millionen Euro aufrecht, deren Rückzahlung René Benko immer weiter hinauszögerte – bis das Imperium pleiteging.

"Natürlich fühlen wir uns betrogen. Wir haben René Benko schließlich bis zum Schluss vertraut, dass er das Darlehen zurückzahlt, und im Vertrauen darauf mehrfach einer Verlängerung zugestimmt", sagte Arduini dem "Kurier". "Rückblickend betrachtet war das ein großer Fehler. Er hat mich wahrscheinlich von Beginn an angelogen, da ich annehme, dass er weit mehr wusste, als er mir über die angespannte finanzielle Situation gesagt hat."

Darlehen herausgelockt?

Brisante Aussagen, die nun eben die Justiz auf den Plan gerufen haben. Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, hat die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft am 18. März die Ermittlungen ausgeweitet. Und dabei geht es um genau jenes 250-Millionen-Euro-Darlehen, das sich Benko im September 2022 gesichert hatte, obwohl die Signa bereits massiv einsturzgefährdet gewesen sein soll.

Der Vorwurf: Das Darlehen wurde in betrügerischer Absicht herausgelockt. Benko streitet die Vorwürfe laut "Krone" natürlich ab, es gilt auch hier die Unschuldsvermutung.

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