Im Geflecht rund um den gefallenen Signa-Gründer René Benko folgt der nächste schwere Rückschlag. Die Laura Privatstiftung mit Sitz in Innsbruck hat am Mittwoch, 11. März, einen Antrag auf Insolvenzeröffnung gestellt – das berichtet die "Kronen Zeitung".
Der Schritt kam nicht überraschend. Rund fünf Wochen zuvor hatte das Internationale Schiedsgericht (ICC) in der Schweiz zwei folgenschwere Urteile gefällt. Daraus ergeben sich Zahlungsverpflichtungen von rund einer Milliarde Euro - eine Summe, die die Stiftung nicht mehr begleichen kann, heißt es im Bericht der Tageszeitung.
Der Vorstand der Stiftung erklärt laut "Krone" nun: "Die vom Stiftungsvorstand veranlassten Prüfungen haben ergeben, dass gegen diese Schiedssprüche keine ausreichenden Erfolgschancen eines Rechtsmittels bestehen".
Zugleich wird darauf verwiesen, dass frühere Stiftungsvorstände diese Verpflichtungen gegenüber dem Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi eingegangen waren, berichtet die "Krone" weiter.
Die Laura Privatstiftung galt jahrelang als zentraler österreichischer Stiftungsbunker der Benko-Familie. Darin waren Vermögenswerte von rund 300 Millionen Euro gebündelt. Dazu zählen Zinshäuser in Ostdeutschland ebenso wie zahlreiche Liegenschaften rund um Innsbruck.
Auch die luxuriöse Villa in Innsbruck-Igls, deren Wert auf bis zu 80 Millionen Euro geschätzt wird, gehört über Tochtergesellschaften zur Laura-Stiftungsgruppe. Dort lebte René Benko bis zu seiner Inhaftierung Ende Jänner 2024.