Diese Flüge sind betroffen

Lufthansa-Piloten streiken – das müssen Reisende wissen

Bei der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa drohen erneut massive Flugausfälle. Mehr als 5.000 Piloten legen ihre Arbeit für 48 Stunden nieder.
Team Wirtschaft
11.03.2026, 09:50
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Nur rund einen Monat nach dem Ende des letzten Warnstreiks ruft die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mehr als 5.000 Piloten zu einem 48-stündigen Streik auf.

Davon betroffen sind Starts der Lufthansa, der Frachttochter Lufthansa Cargo sowie erstmals auch der Regionalgesellschaft Lufthansa CityLine. Flüge der Lufthansa-Tochter Eurowings sollen hingegen planmäßig stattfinden.

Der Arbeitsniederlegung betrifft Flüge, die zwischen Donnerstag, 12. März, 00:01 Uhr, und Freitag, 13. März, 23:59 Uhr, von deutschen Flughäfen starten. In diesem Zeitraum müssen Passagiere mit zahlreichen Verspätungen und Streichungen rechnen. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass Hunderte Flüge im In- und Ausland ausfallen könnten.

Bei Lufthansa CityLine ist der Streik zunächst auf einen Tag begrenzt: Die Piloten sollen am 12. März von 00:01 bis 23:59 Uhr ihre Arbeit niederlegen.

Die Lufthansa bemüht sich nach eigenen Angaben, die Auswirkungen für Reisende möglichst gering zu halten. Geplant ist unter anderem, einzelne Verbindungen von Partner-Airlines durchführen zu lassen oder Flüge innerhalb der Lufthansa Group umzudisponieren. Wenn keine alternative Flugverbindung möglich ist, sollen betroffene Passagiere teilweise auf Bahnverbindungen umgebucht werden.

Eine wichtige Ausnahme gibt es jedoch: Flüge von Deutschland zu bestimmten Zielen im Nahen Osten werden nicht bestreikt. Hintergrund ist die derzeit angespannte Lage in der Region. Dazu zählen Verbindungen nach Ägypten, Aserbaidschan, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien sowie in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Auch mögliche Rückholflüge aus Krisengebieten sollen nicht behindert werden.

Auslöser des Arbeitskampfes sind mehrere festgefahrene Tarifkonflikte innerhalb der Lufthansa-Gruppe.

"Wir bitten betroffene Passagiere um Verständnis. Ein Streik ist für uns immer das letzte Mittel und kein Selbstzweck", erklärt VC-Präsident Andreas Pinheiro. "Die Arbeitgeber haben auch jetzt noch die Möglichkeit, die Arbeitskämpfe durch ein verhandlungsfähiges Angebot abzuwenden."

Für Reisende bedeutet das dennoch Unsicherheit: Betroffene Passagiere sollen ab Mittwoch automatisch informiert werden, ob ihr Flug stattfindet oder gestrichen wurde. Wer über ein Reisebüro gebucht hat, sollte sich direkt dort erkundigen. Zudem empfiehlt die Airline, den aktuellen Flugstatus vor der Anreise zum Flughafen auf der Lufthansa-Website oder in der App zu prüfen

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