Neue Wende bei den Wiener Corona-Zahlen

Der Lockdown im Osten soll die Ausbreitung des Virus eindämmen.
Der Lockdown im Osten soll die Ausbreitung des Virus eindämmen.ALEX HALADA / picturedesk.com
Die Behörden melden für die Bundeshauptstadt Wien am Sonntag 512 neue Corona-Fälle sowie sieben Tote in den vergangenen 24 Stunden.

Noch kürzlich stellte die Bundeshauptstadt Wien rund ein Drittel der landesweiten täglichen Corona-Neuinfektionen. Am Freitag kam dann die überraschende Wende: Die Coronazahlen hatten sich innerhalb von 24 Stunden nicht nur halbiert (von 1.023 auf 529), sondern auch im Bundesländervergleich war Wien nicht mehr Spitzenreiter. Am Samstag kam die Negativmeldung: Mit 834 Neuinfektionen landete die Hauptstadt auf dem traurigen ersten Platz. Am Sonntag dann die Wende: Es wurden 512 neue Corona-Fälle sowie sieben Tote gemeldet. Allerdings werden am Wochenende insgesamt weniger Tests ausgewertet, es könnte in den kommenden Tagen noch zu Nachmeldungen kommen.

Die Zahlen

Stand Sonntag, 11. April 2021, sind in Wien seit Beginn der Pandemie 123.890 positive Testungen bestätigt. 113.437 Personen sind genesen. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 2.008. Somit verzeichnet die Bundeshauptstadt aktuell 8.445 aktive Fälle.

Gestern wurden in Wien 39.547 Corona-Testbefunde eingemeldet. Davon waren 22.952 PCR-Tests und 16.595 Antigen-Schnelltests.

50 Prozent der Personen, die zurzeit in Wien positiv getestet werden, sind zum Zeitpunkt des Tests ohne Symptome. Die Aufklärungsquote Wien beträgt derzeit 63 Prozent.

Die Gesundheitshotline 1450 hat 8.691 Anrufe entgegengenommen.

Oster-Lockdown geht weiter

Wie berichtet weist ein Wiener Bezirk mittlerweile eine Inzidenz auf, die in anderen Bundesländern zur Abriegelung führen würde. Warum es dazu (noch) nicht kommt, liest du hier. Seit 1. April gilt in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland der Oster-Lockdown. Bei diesen drei Bundesländern dürfte es zumindest bis auf Weiteres auch bleiben. Die Leiter der Intensivmedizin der Länder haben der Regierung die Situation auf ihren Stationen geschildert. Diese ist unterschiedlich, prekär ist die Lage nur im Osten.

Die Regierung will deshalb weiterhin auf regionale Maßnahmen setzen, mehr Geld soll es für das Medizin-Personal geben. Die Ostregion verlängerte daraufhin den Osterlockdown bis 18. April.

Auf dem Weg zur Normalität?

"Die Intensivstationen drohen immer mehr überlastet zu werden, die Infektionszahlen steigen. Es ist unsere Verantwortung, dass jede/r, die/der ein Intensivbett braucht, auch eines bekommt", so Vizekanzler Werner Kogler. "Darum geht's." Und er mahnt uns alle zur Mitarbeit und zum Zusammenhalt. "Deswegen: Bitte halten Sie sich an die Regeln, nutzen Sie das Testangebot und melden Sie sich zur Impfung an."

"Die Impfung ist unser Ausweg aus der Pandemie & mit ihr kommen wir der Normalität Schritt für Schritt näher!", schreibt dagegen Bundeskanzler Sebastian Kurz auf seiner Facebook-Seite. Und er erneuert sein Versprechen: "In den nächsten 100 Tagen können sich alle Menschen, die das möchten, impfen lassen." Mehrmals hatte der Bundeskanzler in den jüngsten Tagen aber auch betont, dass es nicht ohne das Zusammenhalten und Mittun der Bevölkerung gehen werde.

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