Google Home Speaker

Neuer Google-Lautsprecher könnte alles verändern

Google bringt nach Jahren wieder einen neuen Smart Speaker. Im Mittelpunkt steht diesmal nicht der Klang, sondern künstliche Intelligenz.
Rene Findenig
23.06.2026, 17:16
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Google startet einen neuen Anlauf im Geschäft mit smarten Lautsprechern. Mit dem neuen Google Home Speaker präsentiert der Konzern erstmals ein Audiogerät, das von Beginn an für die KI Gemini entwickelt wurde. Nach Jahren, in denen sich bei Googles Lautsprecher-Reihe vergleichsweise wenig getan hat, soll das neue Modell nun eine deutlich natürlichere Sprachsteuerung ermöglichen und gleichzeitig als Schaltzentrale für das vernetzte Zuhause dienen. Der neue Lautsprecher kann bereits vorbestellt werden und kommt am 25. Juni in den Handel. In den USA liegt der Preis bei 99,99 Dollar, hierzulande bei 119 Euro.

Damit positioniert Google das Gerät im Bereich günstiger bis mittlerer Smart Speaker. Das Unternehmen sieht den Lautsprecher als Beginn einer neuen Generation von Geräten, bei denen künstliche Intelligenz stärker in den Alltag eingebunden wird. Im Mittelpunkt steht dabei der neue Sprachassistent Gemini for Home. Während Nutzer bisher oft genaue Befehle formulieren mussten, soll die neue Software deutlich flexibler auf natürliche Sprache reagieren. Google verspricht, dass Gespräche mit dem Lautsprecher künftig weniger wie das Ausführen von Kommandos und mehr wie ein normaler Dialog wirken sollen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

So soll es etwa möglich sein, mehrere Aufgaben in einem einzigen Satz zu kombinieren. Wer beispielsweise Licht dimmen, Musik starten und gleichzeitig einen Timer setzen möchte, muss dafür nicht mehr mehrere einzelne Befehle aussprechen. Auch Korrekturen mitten im Satz sollen verstanden werden. Ändert jemand seine Anweisung spontan, soll Gemini den Zusammenhang erkennen und entsprechend reagieren. Google hebt außerdem hervor, dass der Assistent komplexe Fragen beantworten kann. Die KI soll mehrere Informationsschritte verknüpfen und dadurch Antworten liefern, die über einfache Faktenabfragen hinausgehen.

Unterhaltungen statt nur Befehle

Nach Angaben des Unternehmens kann Gemini den Kontext eines Gesprächs über mehrere Nachfragen hinweg berücksichtigen. Dadurch sollen längere Unterhaltungen möglich werden, ohne dass Nutzer jedes Mal erneut erklären müssen, worauf sie sich beziehen. Neu ist auch die Funktion "Continued Conversation". Dabei bleibt das Mikrofon nach einer Antwort noch kurz aktiv. Dadurch können Anschlussfragen gestellt werden, ohne den Aktivierungsbefehl erneut auszusprechen. Google führt zudem zehn neue Stimmen ein, die natürlicher klingen sollen als bisherige Sprachoptionen.

Ein Teil der neuen KI-Funktionen ist allerdings an ein kostenpflichtiges Abo gebunden. Käufer des Lautsprechers erhalten für eine begrenzte Zeit sechs Monate lang den Dienst Google Home Premium kostenlos. Danach gibt es verschiedene Abomodelle. Ohne Abonnement bleiben grundlegende Funktionen von Gemini weiterhin verfügbar, einige erweiterte KI-Dienste entfallen jedoch. Zu diesen Premium-Funktionen gehört unter anderem Gemini Live. Damit sollen Nutzer freiere Gespräche mit der KI führen können. Laut Google lassen sich dabei Themen wechseln, Rückfragen stellen oder Ideen entwickeln.

Speaker fragen, was passiert ist

Zusätzliche Möglichkeiten ergeben sich in Verbindung mit Überwachungskameras aus dem Nest-Ökosystem. Die KI kann laut Google aktuelle oder kürzlich aufgezeichnete Aktivitäten zusammenfassen. Nutzer können etwa nachfragen, ob ein Tor geöffnet wurde oder ob ein Haustier an einem bestimmten Ort war. Außerdem sollen sogenannte Home Briefs einen Überblick darüber liefern, was während der eigenen Abwesenheit rund um das Zuhause passiert ist. Neben der KI betont Google auch die überarbeitete Audio-Hardware. Im Inneren arbeitet ein 58 Millimeter großer Breitbandlautsprecher mit Rundum-Beschallung.

Der Klang soll dadurch in alle Richtungen gleichmäßig abgestrahlt werden. Gegenüber dem älteren Nest Mini spricht Google von einem doppelt so großen Treiber und einer 2,5-mal stärkeren Basswiedergabe. Wer sein Wohnzimmer als Heimkino nutzen möchte, kann bis zu zwei Google Home Speaker mit einem Google TV Streamer koppeln. Dadurch soll ein räumlicher Surround-Effekt entstehen. Außerdem lassen sich Lautsprechergruppen mit anderen kompatiblen Google- und Nest-Geräten bilden, sodass Musik in mehreren Räumen gleichzeitig abgespielt werden kann.

Bunt wird es vorerst nur in den USA

Auch beim Design setzt Google auf Veränderungen. Der Lautsprecher ist 86,6 Millimeter hoch, hat einen Durchmesser von 107 Millimetern und wiegt 396 Gramm. In Europa werden die Farben Hazel und Porcelain angeboten. In den USA kommen zusätzlich die Varianten Jade und Berry hinzu. Eine Leuchtring-Anzeige an der Unterseite signalisiert, ob das Gerät zuhört, nachdenkt oder antwortet. Für mehr Privatsphäre gibt es einen physischen Schalter, mit dem sich die Mikrofone komplett abschalten lassen. Drei Fernfeld-Mikrofone sorgen dafür, dass Sprachbefehle auch aus größerer Entfernung erkannt werden.

Bei der Technik setzt Google auf einen Quad-Core-Prozessor mit vier Cortex-A55-Kernen und einer Taktfrequenz von 2,0 Gigahertz. Dazu kommen 1 GB Arbeitsspeicher und 4 GB interner Speicher. Unterstützt werden WLAN 6, Bluetooth 5.4 sowie der Smart-Home-Standard Matter. Der Lautsprecher kann damit gleichzeitig als Steuerzentrale für kompatible Smart-Home-Geräte fungieren. Auch Nachhaltigkeit spielt für Google eine Rolle. Nach Unternehmensangaben bestehen mindestens 37 Prozent des Produktgewichts aus recycelten Materialien. Die Verpackung soll vollständig ohne Kunststoff auskommen.

{title && {title} } rfi, {title && {title} } 23.06.2026, 17:16
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