Neuer Höchststand – über 15.000 Corona-Neuinfektionen

Corona-Intensivstation in Salzburg
Corona-Intensivstation in SalzburgBARBARA GINDL / APA / picturedesk.com
Die Corona-Situation verschärft sich weiter. Am Donnerstag wurden 15.145 Neuinfektionen und 55 Todesfälle vermeldet.

Die Corona-Lage gerät in Österreich zunehmend außer Kontrolle. Spitäler stehen vor der Triage. Am Freitag entscheidet die Bundesregierung mit den Ländern, wie es weitergeht.

Millionen-Marke durchbrochen

Schon die ganze Woche blieben die Neuinfektionen tagtäglich im fünfstelligen Bereich. Am Donnerstag wurde erneut ein Rekordwert verzeichnet: Wie "Heute"erfuhr, gab es innerhalb von 24 Stunden 15.145 Neuinfektionen und 55 Todesfälle in Österreich. 

Damit hat Österreich die Millionen-Marke bei den Corona-Fällen seit Beginn der Pandemie durchbrochen. Seit Beginn der Pandemie gab es 1.011.465 positive Testergebnisse. Insgesamt sind 11.903 Menschen an den Folgen verstorben. 867.601 sind wieder genesen. Somit sind derzeit 143.864 Personen aktiv erkrankt.

Mehr als 30.000 Erkrankte in Oberösterreich

Alleine in Oberösterreich wurden von Mittwoch auf Donnerstag 3.518 Corona-Neuinfektionen registriert. Damit gibt es aktuell bereits mehr als 30.000 aktive Corona-Fälle im Hotspot-Bundesland. Zwölf Corona-Patienten sind in Oberösterreich in den vergangenen 24 Stunden verstorben.

Fast 500 Intensivbetten belegt

Insgesamt sind mittlerweile fast 500 Corona-Intensivbetten belegt. Derzeit befinden sich 2.787 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon müssen 498 Personen intensivmedizinisch behandelt werden, das sind um zwölf mehr als am Mittwoch.

Die Neuinfektionen aufgeteilt auf die Bundesländer:
Burgenland: 392
Kärnten: 1.029
Niederösterreich: 2.561
Oberösterreich: 3.518
Salzburg: 2.473
Steiermark: 914
Tirol: 1.334
Vorarlberg: 944
Wien: 1.980

PCR-Tests vor Kollaps

Dazu kommt ein PCR-Test-Chaos. Die Labore sind zunehmend überlastet. In Kärnten mussten Betroffene teilweise bis zu vier Tage auf das Ergebnis warten, "Heute" berichtete.

Foitik: "Für Salzburg und Oberösterreich kommt Lockdown zu spät"

Rot-Kreuz Chef Gerry Foitik betont, dass ein Lockdown unvermeidbar sei: "Ein Lockdown ist jetzt die Notbremse, die wir ziehen müssen. In Oberösterreich und Salzburg kommt der schon zu spät. Für die anderen Bundesländer wahrscheinlich gerade recht."

Die Pandemie wütet so schlimm wie noch nie in Österreich.
Die Pandemie wütet so schlimm wie noch nie in Österreich.APA-Grafik / picturedesk.com
CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Corona-ImpfungCoronatestCoronavirus

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen