Wer kennt es nicht: Man steht im Supermarkt vor den Obstregalen und versucht, reife Früchte zu identifizieren. Damit die Kunden aber nicht mehr reihenweise ihre Finger in sensible Früchte wie Avocados oder Pfirsiche drücken, wodurch faulige Stellen entstehen, hat die niederländische Firma OneThird nun eine Lösung parat.
Der Avocado-Scanner wurde 2023 erstmals auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt. Mittlerweile ist er in vielen Supermärkten von Großbritannien über die Niederlande, Belgien, Finnland, Schweiz und Deutschland tatsächlich im (Probe-)Betrieb.
Der Scanner misst mit Infrarotstrahlen Wasser-, Zucker- und Stärkegehalt von weichen Obst- und Gemüsesorten und gibt innerhalb einer Sekunde den Reifegrad auf einer Skala von 1–100 bekannt. Dazu vergleicht eine KI die Messergebnisse mit Daten hunderttausender ähnlicher Früchte.
Mehrere britische Einzelhandelsketten wie Tesco haben den Scanner bereits in ihren Frischeabteilungen im Einsatz. Die so gewonnenen Informationen sollen für bessere Planbarkeit bei Händlern und Kunden sorgen, wie lange die Produkte noch haltbar sind – und so jährlich Lebensmittelverschwendung im Wert von mehreren Milliarden Euro verhindern, ist der CEO von OneThird, Marco Snikkers laut britischer "DailyMail" überzeugt.
„Die astronomische Menge an Lebensmitteln, die jedes Jahr verschwendet wird, ist herzzerreißend, insbesondere da in wohlhabenden Ländern so viel verschwendet wird.“Marco SnikkersCEO von OneThird
Bald soll es eine Version geben, die auch bei Bananen, Weintrauben, Mangos und anderen Obst- und Gemüsesorten, bei denen die Technologie zur Zeit noch nicht anwendbar ist, verfügbar sein, kündigt Snikkers an.