Bedingte Haftstrafe

Neuer Trend! Mann kauft im Darknet gefälschte Banknoten

Ein Supermarkt-Angestellter musste in Wr. Neustadt wegen täuschend echt wirkenden Blüten auf die Anklagebank. Der Vorwurf: Geldfälscherei.
Erich Wessely
29.03.2026, 17:16
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Ein Supermarkt-Angestellter (24) aus dem südlichen NÖ musste am Landesgericht Wr. Neustadt auf der Anklagebank Platz nehmen. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Geldfälscherei.

Der junge Mann soll zunächst im Vorjahr (6. bis 9. September) sechs Banknoten im Darknet bestellt haben – über einen noch nicht ausgeforschten Mittelsmann. Der bisher unbescholtene Angeklagte orderte 150 € zu einem Preis von 75 €. Die Blüten wirkten täuschend echt. Das Falschgeld habe er auch ausgeben wollen: "Ich wollte versuchen, ob das wirklich geht."

Vorwurf: Mann wollte sich Spielgeld besorgen

Infolge wollte sich der Mann über die Plattform Temu Spielgeld besorgen (Nennwert: 30.025 €, Kaufpreis: 40 €; Anm.: hier ist das Falschgeld sichtlich als Spielgeld gekennzeichnet, dieses wollte er für Social-Media-Videos verwenden).

Das Urteil: 15 Monate bedingte Haft für die gefälschten Banknoten, Freispruch vom Vorwurf der Weitergabe und Besitz des Spielgeldes – das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Unschuldsvermutung gilt.

Einen ähnlich gelagerten Prozess gab es übrigens erst kürzlich auch in OÖ: Ein 35-jähriger Linzer soll sich über den Online-Marktplatz Temu gleich 50 gefälschte Euro-Banknoten bestellt haben.

Prozess in OÖ vertagt

Der 35-Jährige soll schließlich fünf gefälschte 50-Euro-Scheine an einen Bekannten weitergegeben haben. Drei davon konnten von den Behörden sichergestellt werden. Er habe nicht vorgehabt, die falschen Scheine unter die Leute zu bringen: "Ich habe mir gedacht, ich bestelle sie zum Pokerspielen." Der Prozess wurde vertagt – für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.

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