Gastro-Aus im Weinviertel

Foodtruck schließt wegen "wirtschaftlicher Bedingungen"

Ein beliebter Foodtrailer aus dem Weinviertel sperrt zu – der Betreiber nennt die schwierige wirtschaftliche Lage als Hauptgrund.
Christoph Weichsler
29.03.2026, 08:00
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Was als kreative Idee begann, endet jetzt mit einem emotionalen Abschied: In Gaweinstal im Weinviertel sperrt der beliebte Foodtrailer Bratort Weinviertel zu. Betreiber Felix zieht die Reißleine – und spricht offen über die Gründe.

2020 startete er sein Projekt mit viel Leidenschaft. Österreichische Küche, neu interpretiert als Burger – serviert aus einem Foodtrailer. Was klein begann, entwickelte sich rasch zu einem Herzensprojekt mit treuer Kundschaft.

Wirtschaftliche Lage setzt zu

Vor allem die vergangenen Monate hätten deutlich gezeigt, wie angespannt die Situation geworden ist. Die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen in Österreich machen es vielen kleinen Betrieben schwer – besonders jenen, die nebenbei geführt werden. Felix bringt es klar auf den Punkt: Es soll mehr sein als nur ein Hobby. Doch genau das wurde zuletzt immer schwieriger zu erreichen.

Nebenjob wurde zur Belastung

Bis 2022 führte Felix das Konzept gemeinsam mit einem Freund unter dem Namen "flo’s & felix’s bratort". Danach ging er den Weg alleine weiter. Doch genau das wurde zunehmend zur Herausforderung.

Denn: Als nebenberufliche Selbstständigkeit ließ sich das Projekt immer schwerer stemmen. Zeitaufwand, Organisation und steigende Kosten machten es zunehmend schwierig, den Betrieb nachhaltig aufrechtzuerhalten.

Neuer Lebensabschnitt steht an

Zusätzlich steht für ihn eine berufliche Veränderung bevor, die seine volle Aufmerksamkeit verlangt. Eine Entscheidung, die letztlich den Ausschlag gab. Die Konsequenz: Gewerbeberechtigung zurückgelegt, Betrieb eingestellt. Auch der Foodtrailer ist bereits verkauft – ein Schritt, der nicht leicht gefallen ist. Trotz allem überwiegt die Dankbarkeit. Für Unterstützung, Freundschaft und die vielen Kunden, die das Projekt getragen haben.

Besonders hebt Felix auch Wegbegleiter hervor, die ihn über Jahre unterstützt haben. Ohne sie wäre der "Bratort" nie das geworden, was er war. Ein Foodtruck verschwindet, viele Erinnerungen bleiben – und zeigen einmal mehr, wie hart die Realität für kleine Betriebe geworden ist.

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