Eine neue WhatsApp-Betrugsmasche sucht Österreich heim. Dabei versuchen Kriminelle ihre Opfer zu einem vermeintlichen Voting aufzufordern. Die Nachricht stammt dabei von einem bekannten Kontakt des Opfers, der bereits zuvor von den Betrügern übernommen wurde.
Konkret heißt es in der Nachricht: "Hallo, könntest du bitte für Lina abstimmen? Sie ist die Tochter von engen Freunden von mir, und dieser Sieg ist für ihre Familie sehr wichtig! Es geht um ein Stipendium für ihre Ausbildung. Vielen, vielen Dank im Voraus für deine Unterstützung!"
Die Nachricht ist mit einem Link versehen, über den die Opfer dann zu einer gefälschten Voting-Plattform gelangen. Für die vermeintliche Stimmabgabe soll man dann die eigene Telefonnummer abgeben. Anschließend werden Opfer aufgefordert, einen erhaltenen Bestätigungscode einzugeben oder einen QR-Code zu scannen.
Dabei handelt es sich allerdings nicht um die notwendige Verifizierung für das Voting, sondern um die Verifizierung für das eigene WhatsApp-Konto. Durch diesen Code erhalten die Betrüger dann Zugang zum Profil der Opfer. Die gekaperten Accounts werden anschließend für weitere Betrugs- und Phishingversuche verwendet.
Demnach kontaktieren die Täter die gespeicherten WhatsApp-Kontakte. Dabei können unterschiedliche Betrugsmaschen zum Einsatz kommen. So wird etwa nach Geld für eine angebliche Zahnarztrechnung gefragt. Durch den aufgebauten Zeitdruck soll das Opfer zu einer schnellen Überweisung bewegt werden.
Die Polizei wurde bereits in Kenntnis über die neue Betrugsmasche gesetzt und rät der Bevölkerung keine Codes weiterzugeben. Betroffene sollten den Link erst gar nicht anklicken und keine persönlichen Daten angeben. Auch wenn man den Kontakt kennt, von dem die Nachricht vermeintlich stammt, sollte niemals ungeprüft Geld überwiesen werden.
Es wird empfohlen, den vermeintlichen Absender über einen anderen Kommunikationsweg zu kontaktieren. Sollte das eigene Konto übernommen worden sein, sollte man umgehend seine Kontakte warnen. Des Weiteren solle man unbekannte, verknüpfte Geräte entfernen und die von WhatsApp vorgesehenen Schritte zur Wiederherstellung des Kontos durchführen. Zudem ist Anzeige bei der Polizei zu erstatten.