2,40 Euro pro Bestellung

"Wieder zahlt der Kunde" – Vater wütet über Paketsteuer

Seit 1. Oktober gilt die neue Paketsteuer. Amazon verrechnet dafür 2,40 Euro. Familienvater Stefan F. ärgert sich über die zusätzliche Belastung.
Michael Pollak
01.10.2026, 13:47
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Der Blick auf seine Amazon-Bestellung sorgt bei Stefan F. schon am ersten Tag der Paketsteuer (1. Oktober) für Ärger. Bei Amazon müssen jetzt Kunden zusätzlich 2,40 Euro bezahlen.

"Heute Früh habe ich von Amazon die Mitteilung erhalten, dass für Bestellungen nach Österreich zusätzlich 2,40 Euro verrechnet werden", sagt Stefan F. zu "Heute". "Ganz ehrlich: Langsam fragt man sich als Bürger wirklich, ob bei solchen Maßnahmen auch nur einmal darüber nachgedacht wird, wer am Ende tatsächlich dafür bezahlt."

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Hintergrund ist die neue Paketsteuer. Sie beträgt grundsätzlich 2 Euro. Inklusive 20 Prozent Umsatzsteuer sind es 2,40 Euro. Betroffen sind große Versandhändler beziehungsweise Plattformen mit mehr als 100 Millionen Euro Versandhandelsumsatz in Österreich im vorangegangenen Wirtschaftsjahr.

Bezahlen sollte eigentlich nicht der Kunde, der "Steuerschuldner" ist grundsätzlich der Versandhändler beziehungsweise die Plattform. Genau das bringt Stefan in Rage: „In der Realität passiert genau das, was eigentlich jeder vorhersehen konnte: Die Kosten werden schlicht an den Kunden weitergegeben."

"Bei einer einzelnen Bestellung mögen 2,40 Euro nach wenig klingen"

Die Kosten können sich für Kunden summieren, wie Stefan vorrechnet: "Bei einer einzelnen Bestellung mögen 2,40 Euro nach wenig klingen. Wer regelmäßig bestellt, bezahlt diese Abgabe aber immer wieder. Gerade Familien, Menschen am Land oder Personen, die auf Onlinebestellungen angewiesen sind, werden dadurch zusätzlich belastet."

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Die Steuer gilt seit 1. Oktober für entsprechende Paketzustellungen im Inland aus dem Versandhandel. Große Händler können sie entweder pro Paket oder alternativ pro Bestellung berechnen.

Amazon verrechnet die 2,40 Euro einmal pro Bestellung. Werden mehrere Artikel einer Bestellung auf mehrere Pakete aufgeteilt, fällt der Betrag damit nicht für jedes einzelne Paket erneut an.

Stefan bleibt verärgert: "Ich bin Vater von vier Kindern und habe wirklich kein Verständnis mehr dafür, dass den Menschen auf der einen Seite ständig 'Entlastungen' angekündigt werden und auf der anderen Seite laufend neue Gebühren, Abgaben und Belastungen dazukommen."

Die Paketsteuer soll unter anderem die Senkung der Umsatzsteuer auf ausgewählte Grundnahrungsmittel teilweise gegenfinanzieren. Stefan überzeugt dieses Argument nicht: "Man kann eine neue Abgabe natürlich schön benennen und erklären, dass damit andere Entlastungen finanziert werden sollen. Für den Bürger zählt am Ende aber etwas wesentlich Einfacheres: Was bleibt auf der Rechnung stehen?"

Seine Antwort ist eindeutig: "Heute hat Amazon diese Frage sehr deutlich beantwortet: der Kunde."

POM,01.10.2026, 13:47
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