Razzien in 4 Bundesländern

Neun Festnahmen! Polizei deckt Millionenbetrug auf

Schlag gegen organisierte Schwarzarbeit! In vier Bundesländern schlug die Polizei zu. Neun Personen wurden festgenommen, der Schaden ist enorm.
20.10.2026, 15:00
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Von einem spektakulären Polizeieinsatz in vier Bundesländern berichtet die Pressestelle der Landespolizeidirektion Steiermark am Dienstagnachmittag! In Wien, der Steiermark, Kärnten und dem Burgenland rückten Ermittler zu insgesamt 18 Hausdurchsuchungen aus. Im Visier stand ein mutmaßliches Netzwerk organisierter Schwarzarbeit im Bereich von Kleintransporten und Expressdiensten.

Neun Personen wurden festgenommen, gegen insgesamt rund 40 Beschuldigte wird ermittelt. Der entstandene Schaden soll sich auf mindestens 3,5 Millionen Euro belaufen.

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25 Scheinfirmen für Kleintransporte gegründet

Die Verdächtigen sollen laut Ermittlungen mindestens 25 Scheinunternehmen für Kurierdienste und Kleintransporte gegründet haben. Als Geschäftsführer dürften mittellose Personen aus dem Ausland angeworben worden sein, die als Strohmänner dienten. Teilweise sollen dabei sogar falsche Identitäten verwendet worden sein.

Das mutmaßliche Betrugssystem funktionierte laut Ermittlern folgendermaßen: Arbeiter wurden bei den Scheinfirmen zur Sozialversicherung angemeldet, allerdings mit falschen oder zu niedrigen monatlichen Beitragsgrundlagen. Tatsächlich sollen sie Vollzeit für andere Unternehmen gearbeitet haben.

Dadurch sollen Sozialversicherungsbeiträge in erheblichem Ausmaß umgangen worden sein.

Polizei schlug in vier Bundesländern zu

Dem Großeinsatz gingen intensive Ermittlungen der steirischen Kripo und der Steuerfahndung voraus. Dabei wurden verdächtige Firmenkonstruktionen und mutmaßliche Scheinanmeldungen von Arbeitern untersucht.

Unter der Leitung der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) schlugen die Ermittler schließlich am Dienstag in den frühen Morgenstunden zu. Insgesamt wurden 18 Objekte durchsucht und neun Personen auf Anordnung der WKStA festgenommen.

Ermittelt wird unter anderem wegen organisierter Schwarzarbeit, betrügerischer Anmeldungen zur Sozialversicherung, schweren gewerbsmäßigen Betrugs und betrügerischer Krida.

Weitere Details bleiben geheim

Wie genau das mutmaßliche Netzwerk aufgebaut war und welche Rolle die einzelnen Beschuldigten gespielt haben, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.

Weitere Einzelheiten hält die Polizei vorerst unter Verschluss. Aus ermittlungstaktischen Gründen werden derzeit keine zusätzlichen Informationen veröffentlicht. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

mrr, 20.10.2026, 15:00