Die Universitäten in der Steiermark haben sich mit einer gemeinsamen Stellungnahme zum aktuellen Budget zu Wort gemeldet.
Sie schlagen Alarm wegen drohender Kürzungen und befürchten den Abbau von mehreren hundert Stellen.
"Es ist eine Abkehr von der Orientierung, in Wissenschaft und Forschung zu investieren", sagt Peter Riedler, Rektor der Uni Graz. Er rechnet mit Einsparungen zwischen 10 und 15 Prozent.
Beim Personal gehe man von einem Abbau von rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus. Allen voran Gastdozierende und junge Forschende, die keine Dauerverträge haben. Auch die Ausstattung des gerade in Bau befindlichen Center of Physics wackle.
An der TU Graz geht man von der Streichung von 200 bis 300 Stellen aus. An der Kunstuniversität Graz könnte die Zahl der einzusparenden Stellen "zwischen 30 und 80 liegen".
An der Montanuniversität Leoben fürchtet man einen Abbau von 100 bis 150 Stellen.
An der Meduni Graz ist die Situation nochmals komplexer, da nach wie vor unklar ist, ob die Ärztegehälter in die 16 Milliarden hineinfallen oder nicht, berichtet die "Kleine Zeitung".
Vertreterinnen und Vertreter der Universitäten haben Sorge, dass die Qualität der universitären Ausbildung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Standorte gefährdet sein könnten. Sie hoffen daher auf ein Umdenken seitens der Bundesregierung.
Die Universitätenkonferenz hat sich geschlossen hinter die Forderungen der steirischen Hochschulen gestellt. Gemeinsam appellieren sie an die Politik, die Finanzierung der Universitäten langfristig zu sichern.
„Wir glauben daran, dass es noch ein Umdenken geben kann", sagt Riedler. Deshalb ruft die Uniko am Donnerstag (22. Oktober) abermals zu einem gemeinsamen Protest auf.