Einschnitte im Budget

"Stellenabbau" – größte Uni jetzt mit lautem Hilferuf

Viel zu wenig Geld: Angesichts der Budget-Pläne des Bundes gehen die Universitäten auf die Barrikaden. Die Linzer JKU warnt jetzt vehement.
19.10.2026, 10:12
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Die Unis sind ein großer Verlierer des Regierungsgipfels: Die österreichischen Hochschulen sollen von 2028 bis 2030 nur knapp 15,9 Milliarden Euro erhalten. Zum Vergleich: In der Periode 2025 bis 2027 waren es noch 16,2 Milliarden.

Die Universitätenkonferenz (uniko) warnt vor "enorm negativen Folgen" dieser Kürzungen. Es sei von einem inflationsbedingten massiven Personalabbau auszugehen, hieß es in einer ersten Stellungnahme.

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Stefan Koch, Rektor der mit Abstand größten OÖ-Hochschule, der Johannes Kepler Uni (JKU) mit rund 27.000 Studierenden, schlägt in die gleiche Kerbe: Wie er gegenüber dem ORF erklärt, sei ein "Stellenabbau nicht vermeidbar".

Koch spricht von einem "schlechten Ergebnis" und einem "wirklich großen Minus". Das Budget liege "ganz weit weg von irgendeiner Form der Inflationsabgeltung". Zudem sei noch offen, welche zusätzlichen Ausgaben gedeckt werden müssen – etwa für die neue Linzer Digital-Uni oder den weiteren Ausbau der Medizinischen Fakultät.

Streichung von Lehrveranstaltungen

An der JKU sollen nun rasch weitere Sparmaßnahmen vorbereitet werden. Bereits seit Monaten gehe man vorsichtiger mit Ausgaben um, so der Rektor. Konkrete Zahlen für die Uni gebe es zwar noch nicht, weil die Leistungsvereinbarungen (für die Zuteilung finanzieller Mittel; Anm.) erst 2027 verhandelt werden. Dennoch bereite sich die Universität auf Einschnitte vor.

Wenn weniger Personal vorhanden sei, würden auch die Studierenden die Folgen spüren. "Es wird wahrscheinlich zur Streichung von Lehrveranstaltungen kommen", erklärt Koch. Auch Bereinigungen im Angebot seien denkbar. Zudem werde geprüft, ob alle Studienplätze im bisherigen Umfang angeboten werden können.

red, Akt. 19.10.2026, 10:17, 19.10.2026, 10:12
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