Ein verunfalltes Fluchtfahrzeug, eine Fahndung mit Polizeihubschrauber und mehrere Täter, die womöglich bewaffnet sind: Nach einem Einbruch in ein Waffengeschäft in Innsbruck läuft am Freitag ein Großeinsatz bis nach Bayern.
Gegen 5.30 Uhr meldete eine Zeugin den Einbruch bei der Polizei. Die Täter machten sich anschließend mit einem Fahrzeug aus dem Staub. Sofort wurde eine Großfahndung eingeleitet.
Im Bereich des Zirler Bergs auf der B177 entdeckte eine Polizeistreife den mutmaßlichen Fluchtwagen. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf.
Die Flucht führte weiter in Richtung Deutschland. Bei Mittenwald gelang es den Tätern schließlich, die Polizei abzuschütteln. "Bei Mittenwald verlor die Streife dann den Sichtkontakt mit dem Fluchtfahrzeug", so Polizeisprecher Stefan Eder.
Kurze Zeit später entdeckte die deutsche Polizei das verunfallte Fahrzeug. Die Insassen waren allerdings verschwunden und dürften ihre Flucht zu Fuß fortgesetzt haben.
Die Fahndung wurde daraufhin in Bayern fortgesetzt. Dabei kommt auch Unterstützung aus der Luft zum Einsatz.
"Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen ist auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Aus der Luft verschaffen wir uns einen umfassenden Überblick und unterstützen die Einsatzkräfte am Boden", postete die deutsche Polizei auf X.
Durch den Großeinsatz kann es auch zu Einschränkungen auf den Straßen und im Bahnverkehr kommen.
Besondere Vorsicht gilt, weil derzeit nicht ausgeschlossen werden kann, dass die gesuchten Personen bewaffnet sind.
"Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist nicht auszuschließen, dass die bislang unbekannten Täter bewaffnet sind. Die Polizei warnt davor, Anhalter mitzunehmen oder verdächtige Personen selbst anzusprechen", teilt die bayerische Exekutive mit.
Was die Täter aus dem Innsbrucker Waffengeschäft erbeutet haben, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen und die Fahndung laufen.