110 Euro Strafe

"Nicht einfahren!" – Leser warnen vor neuer Parkfalle

Derzeit sorgt ein Parkplatz in Niederösterreich für großen Ärger. Einige "Heute"-Leser wurden bereits abgestraft, ihrer Meinung nach nicht berechtigt.

Stefan Pscheider
"Nicht einfahren!" – Leser warnen vor neuer Parkfalle
Parkfalle in Wien – "Heute"-Leser Michael warnt vor dem Parkplatz. Laut ihm muss er jetzt zu Unrecht Strafe bezahlen.
Leserreporter

Überraschende Zahlungsaufforderungen im Briefkasten sind niemals ein Grund zur Freude. Wird der Zahlungsbetrag dazu noch zu Unrecht gefordert, ist der Ärger doppelt so groß. "Heute"-Leser Michael H. kann davon momentan ein Liedchen singen. Er ist sich sicher, dass die vor wenigen Tagen erhaltene Strafe zu Unrecht ausgestellt wurde. 

Laut einem Brief der Loyal Parking Parkraumbewachung soll Michael sein Fahrzeug unlängst in Brunn am Gebirge widerrechtlich abgestellt haben. Bei dem Gelände handelt es sich um einen Parkplatz in der Hubatschgasse mit umliegenden Geschäften. Der 59-Jährige ist sich allerdings keiner Schuld bewusst.

"Weder geparkt noch gehalten"

"Ich habe dort weder geparkt noch gehalten. Ich bin lediglich ohne anzuhalten eingefahren. Da der KFC schon zu hatte, bin ich gleich wieder gefahren", berichtet der 59-Jährige. Trotzdem wirft ihm das Unternehmen nun unerlaubtes Parken vor – sieben Minuten lang soll er sein Fahrzeug dort abgestellt haben.

Außerdem sei laut Michael nirgendwo ausgeschrieben, dass ein Befahren des Grundstücks nicht erlaubt sei. Die Warnschilder würden sich lediglich auf das Parken beschränken. Dasselbe sei auch einer weiteren "Heute"-Leserin Caroline B. aufgefallen. Auch sie bekam einen Brief von "Loyal Parking".

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    "Ich habe das Schild erst auf dem Parkplatz gesehen, es steht nämlich mitten auf dem Grundstück und nicht in der Einfahrt. Somit handelt es sich um eine richtige Falle. Außerdem steht auf dem Schild nichts von einem Befahrverbot, ich war die ganze Zeit in Bewegung", berichtet Caroline im "Heute"-Talk.

    "Fehlerquote von unter 1 Prozent"

    "Heute" kontaktierte "Loyal Parking" und konnte in Erfahrung bringen, dass die Firma beauftragt wurde, den Privatparkplatz in der Hubatschstraße, der Kunden innerhalb der Ladenöffnungszeiten kostenfrei zur Verfügung steht, zu bewachen.

    "Wir arbeiten mit einer kamera- und KI-basierten Kennzeichen-Sensorik. Die Schilder der ein- und ausfahrenden Fahrzeuge werden gescannt und erkannt, ob die mit unserem Auftraggeber vereinbarte Höchstparkdauer eingehalten oder überschritten wurde." Laut dem Unternehmen seien die Warnungen in Form von Schildern allerdings gut sichtbar, flächendeckend sowie auch an der Einfahrt angebracht.

    "Unser System weist eine durchschnittliche Fehlerquote von unter 1% auf. Sollte sich Herr H. hinsichtlich der Aufenthaltsdauer auf der Parkfläche dennoch ungerechtfertigt behandelt fühlen, kann er sich jederzeit unter den Kontaktdaten auf unserem Schreiben an unseren Kundenservice wenden", so Loyal Parking abschließend gegenüber "Heute".

    Tatsächlich wurde Michael noch in derselben Woche von der Parkraumüberwachung mit Sitz in Deutschland kontaktiert, mit der Nachricht, dass nun eine interne und weitere Prüfung vorgenommen wird: "In diesem Fall möchten wir Ihnen allerdings vorab entgegenkommen und das Ticket stornieren", heißt es abschließend in dem Schreiben. Der 59-Jährige freut sich zwar über den positiven Verlauf, hat aber weiterhin Bedenken: "Die Falle dort ist trotzdem noch nicht beseitigt". 

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      sps
      Akt.