Handy in Auto vergessen

"Nicht gscheit" – zugekokster Taxiräuber warf Beute weg

Ein 67-jähriger Taxi-Fahrer wurde in Wien von einem Duo mit einer Waffe am Kopf verletzt und ausgeraubt – ein Täter (19) kassierte nun 2 Jahre Haft.
Christian Tomsits
24.09.2026, 11:53
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Bei einem Raubprozess am Wiener Landl kamen der Richtersenat aus dem Kopfschütteln kaum heraus. Ein bald 20-Jähriger österreichischer Staatsbürger  – arbeitslos, zweifach vorbestraft und gerade auf Bewährung draußen – soll einen Taxilenker ausgeraubt haben.

"Heute"-Leser hielten die Tat auf Video fest – mehr dazu hier. Mit vorgehaltener Waffe wurde der junge Mann mit algerischen Wurzeln Ende August dabei gefilmt, wie er dem Opfer (67) eine zuvor vom Boden aufgehobene Waffe ins Gesicht hielt und "Gib mir dein ganzes Geld" schrie.

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Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Der Verdächtige schnappte sich die Geldbörse des Fahrers, nahm 460 Euro Bargeld heraus und warf sie weg. "Und was haben Sie mit dem Geld gemacht?", wollte die Richterin wissen. "Das habe ich auch weggeworfen, wo ich bemerkt habe, dass ich mein Handy im Auto verloren hatte und es auf der Polizeistation liegt", so der Angeklagte. "Nicht sehr gscheit", so die Juristin. Denn die entwendeten 460 Euro muss er gemeinsam mit Schmerzengeld an das Opfer zurückzahlen.

Nach ein "paar Nasen Koks" habe er eben nicht mehr gewusst, was er tue, meinte er. Sein Anwalt Florian Kreiner betonte, dass die Raub-Idee vom Komplizen ausgegangen sei, der auch dem Taxler mit seiner Schreckschusspistole auf den Hinterkopf geschlagen habe.

Als der Taxilenker bremste und ausstieg, flüchtete der aber flugs und warf die Waffe weg. Sein Mandant habe die Waffe, von der er wusste, dass sie nicht echt ist, aufgehoben und dann blöderweise den Raub vollendet. Das Urteil fiel rasch und bei bis zu 15 Jahre Strafrahmen mit zwei Jahren unbedingter Haft durchaus milde aus. Wir lernen: Dummheit schützt eben manchmal doch vor einer (hohen) Strafe.

ct,24.09.2026, 11:53