Die Badegäste sind weg, der nächste Besucher hinterlässt gleich einen Schaden: Im bereits geschlossenen Strandbad Seewalchen (Bez. Vöcklabruck) hat ein Biber kräftig zugeschlagen. Sein Ziel: eine große Trauerweide direkt am Attersee.
Die Spuren sind unübersehbar: Am unteren Stamm fehlt großflächig die Rinde, das helle Holz liegt frei. Rund um den Baum haben sich zahlreiche Holzspäne angesammelt. Die Grünen Seewalchen zeigten den tierischen Angriff auf Facebook zunächst mit Schmäh: "Unbefugtes Betreten verboten. Der Biber: Challenge accepted." Ihr trockener Befund dazu: "Motivation: 10/10. Baumschutz: ausbaufähig."
Wenige Tage später folgte die ernüchternde Nachricht der örtlichen ÖVP. Der Nager habe die "wunderschöne, schattenspendende Trauerweide" so kräftig angeknabbert, "dass sie nicht mehr zu retten ist", berichtet Bürgermeister Gerald Egger.
Damit verliert das Strandbad einen natürlichen Sonnenschutz. Wie massiv der Biber gearbeitet hat, zeigt auch das ÖVP-Video: Neben dem beschädigten Stamm präsentiert der Bürgermeister die abgenagten Holzstücke.
Für Ersatz soll aber gesorgt werden. Die ÖVP kündigt an, an dieser Stelle wieder einen Schattenspender wachsen zu lassen. Welche Lösung genau geplant ist und wann sie umgesetzt wird, ist noch offen.