Am 10. August ist die AK wie berichtet ins Visier von Cyber-Kriminellen geraten. Die Folge: Die IT wurde weitreichend lahmgelegt, vorübergehend war die Kammer auch telefonisch nicht erreichbar.
Schließlich wurde das Ausmaß der Attacke sichtbar: Die unbekannten Täter konnten auf Daten zugreifen. Wie viele Informationen betroffen sind, lässt sich derzeit allerdings nicht feststellen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Jetzt haben die Kammer-Mitglieder Post erhalten: Man habe Anzeige erstattet und die Datenschutzbehörde in Kenntnis gesetzt, heißt es in dem Brief.
In welchem Ausmaß Zugriff erlangt wurde, könne laut AK aufgrund der gezielten Spurenverwischung nicht festgestellt werden. "Wir haben umgehend Maßnahmen eingeleitet, um die Daten zu schützen."
Die gesamte Infrastruktur sei unverzüglich in eine abgeschottete Umgebung transferiert worden. Gemäß Artikel 34 Datenschutzgrundverordnung müsse man unverzüglich informieren, wenn die Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten voraussichtlich ein hohes Risiko für die Rechte und Freiheiten zur Folge habe.
"Aus diesem Grund wenden wir uns an Sie. Wir empfehlen, in den kommenden Wochen besonders aufmerksam zu sein", betont die Organisation. Sollte man SMS, WhatsApp-Nachrichten oder E-Mails mit dem Absender 'Arbeiterkammer Oberösterreich' erhalten, in denen Zahlungen in Aussicht gestellt werden, dürfe man nicht reagieren.
Und weiter: "Geben Sie keinesfalls Daten zur Autorisierung Ihrer Bankverbindung bekannt." Die AK kontaktiere ihre Mitglieder aktuell weder zu Auszahlungen von Bonus-Aktionen noch zu Gewinnspielen.
Wenn einem etwas Ungewöhnliches auffällt, kann man sich unter Tel. 050/6906-1615 oder per E-Mail melden: [email protected].