Nach dem Cyberangriff auf die Arbeiterkammer Oberösterreich wird das Ausmaß des Vorfalls immer deutlicher. Die bislang unbekannten Angreifer konnten auf Daten zugreifen – wie viele Informationen betroffen sind, lässt sich derzeit allerdings noch nicht feststellen.
Bereits am Montag war die AK Oberösterreich Ziel der Attacke geworden. Gegen 5 Uhr früh fielen die E-Mail-Server und das Telefonsystem aus. Eine Woche lang alles offline
Als Sicherheitsmaßnahme wurde die digitale Infrastruktur der Interessenvertretung für die gesamte Woche vom Netz genommen. Laptops durften nicht hochgefahren werden, der Schriftverkehr musste wieder analog abgewickelt werden. Zudem wurden Telefone reaktiviert.
Parallel dazu lief die Suche nach den Verantwortlichen für den Angriff.
Am Sonntag gab die AK neue Details bekannt. Demnach blieb es nicht bei den Ausfällen der IT-Systeme.
"Nach derzeitigem Erkenntnisstand haben sich die Angreifer Zugriff auf Daten verschafft. In welchem Ausmaß dies der Fall ist, kann aufgrund der gezielten Spurenverwischung durch die Angreifer derzeit nicht festgestellt werden", ließ die Arbeiterkammer wissen.
Damit ist weiterhin offen, auf wie viele und welche Daten die Täter tatsächlich zugreifen konnten.
Die Interessenvertretung ruft ihre Mitglieder nun dazu auf, in den kommenden Wochen besonders vorsichtig zu sein. Das betrifft vor allem SMS, WhatsApp-Nachrichten und E-Mails, die vermeintlich von der Arbeiterkammer Oberösterreich stammen.
Besondere Vorsicht sei geboten, wenn darin etwa Zahlungen versprochen werden. Auf solche Nachrichten sollten Betroffene keinesfalls reagieren, da diese laut AK nicht von ihr stammen.
Auch sensible Informationen zur Bankverbindung sollten keinesfalls übermittelt werden. "Außerdem sollten keinesfalls Daten zur Autorisierung der Bankverbindung bekannt gegeben werden. Die AK kontaktiert ihre Mitglieder aktuell weder zu Auszahlungen von Bonusaktionen noch zu Gewinnspielen", so die AK.