Frust bei Konrad Laimer! Nach dem enttäuschenden 3:3 des FC Bayern München in der Champions League gegen Viking Stavanger platzt dem ÖFB-Legionär der Kragen. Der 29-Jährige geht nach dem Schlusspfiff mit Schiedsrichter Georgi Kabakov hart ins Gericht.
Dabei hatte der Bulgare bereits während der Partie für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Bayern-Star Michael Olise musste nach einer Gelb-Roten Karte vorzeitig vom Platz. Doch besonders eine Szene in der 81. Minute brachte Laimer zur Weißglut.
Nach einem Zweikampf mit Stavanger-Kapitän Zlatko Tripic wurde der Österreicher am Nacken getroffen und blieb zunächst auf dem Rasen liegen. Laimer ging von einer Kopfverletzung aus, doch Kabakov ließ die Partie weiterlaufen.
Anschließend musste der Bayern-Star sogar vorübergehend das Spielfeld verlassen. Weil Olise bereits ausgeschlossen worden war, standen die Münchner plötzlich mit nur neun Spielern auf dem Platz.
Nach dem Spiel machte Laimer seinem Ärger bei "Prime Video" Luft. "Ich dachte, er trifft mich mit der Hand am Kopf. Und ich denke mir halt: Ist klar eine Karte. Schiri wollte ja sowieso eh pfeifen, was er wollte. Aber das ist eine andere Geschichte."
Besonders die Reaktion des Unparteiischen konnte der 29-Jährige nicht nachvollziehen. "Dann liege ich halt am Boden mit einer Kopfverletzung. Ich dachte auch immer, der Schiri müsste unterbrechen bei Kopfverletzungen das war auch egal in dem Moment."
Doch damit nicht genug! Auch dass er anschließend das Spielfeld verlassen musste, sorgte beim ÖFB-Star für Unverständnis.
"Dann fragt er mich, ob ich medizinische Unterstützung brauche. Ich sage Nein und dann schickt er mich einfach raus. Ich dachte, die Regeln sind: Ich muss nur raus, wenn medizinische Unterstützung auf den Platz kommt. Aber vielleicht bin ich auch falsch bei den Regeln."
Zum Abschluss konnte sich Laimer einen weiteren Seitenhieb nicht verkneifen. "War jetzt auch nicht der beste Freund vom Schiri, und ich will jetzt auch gar nicht mehr über den reden."
Allerdings war der Österreicher nicht nur mit dem Schiedsrichter unzufrieden. Auch die Leistung seiner eigenen Mannschaft kritisierte er. Besonders der schwache Start in die Partie ärgerte den Bayern-Legionär.
Einmal mehr verschliefen die Münchner die Anfangsphase und gerieten früh in Rückstand. Am Ende musste sich der deutsche Rekordmeister mit einem 3:3 begnügen.