Vollgas, Frust und jede Menge Emotionen! Eine große Auswertung des Formel-1-Boxenfunks zeigt jetzt, welche Piloten besonders häufig zu Schimpfwörtern greifen. An der Spitze gibt es eine Überraschung: Nicht Max Verstappen, sondern Pierre Gasly ist der größte Flucher.
Das hat zumindest eine umfangreiche Auswertung von "auto motor und sport" von Funksprüchen der Jahre 2018 bis 2026 ergeben. Grundlage war das inoffizielle. Die Schimpfwörter wurden dabei ins Verhältnis zur Gesamtzahl der gesprochenen Wörter gesetzt. Für 2022 fehlen allerdings Daten, auch 2025 und 2026 sind noch nicht vollständig erfasst.
Gasly kommt in 1.902 untersuchten Funksprüchen auf 163 Schimpfwörter. Das entspricht 3,66 Flüchen pro 1.000 Wörter – Bestwert unter allen Fahrern mit mindestens 1.000 ausgewerteten Nachrichten. Dahinter landet Verstappen mit 3,17 Schimpfwörtern pro 1.000 gesagten Wörtern am Funk auf Platz zwei. Absolut ist der Niederländer aber die Nummer eins: Seine 222 gezählten Schimpfwörter übertrifft niemand.
Charles Leclerc belegt mit 2,35 Flüchen pro 1.000 Wörter Rang drei. Dahinter folgen Sergio Perez (1,98), Daniel Ricciardo (1,89), George Russell (1,50) und Lando Norris (1,34).
Überraschend zurückhaltend präsentiert sich hingegen Lewis Hamilton. Bei 3.276 untersuchten Funksprüchen wurden lediglich 44 Schimpfwörter gezählt. Mit 0,72 Flüchen pro 1.000 Wörter landet der siebenmalige Weltmeister auf Platz 15 von 16 Piloten in der Wertung. Nur Esteban Ocon flucht mit 0,63 noch seltener.
Zwei aktuelle Formel-1-Stars würden Gasly allerdings sogar übertreffen: WM-Leader Andrea Kimi Antonelli kommt auf 4,07 Schimpfwörter pro 1.000 Wörter und würde damit auch dieses Ranking anführen, Yuki Tsunoda auf 3,74. Beide wurden wegen der deutlich kleineren Zahl an ausgewerteten Funksprüchen aber nicht in das Ranking aufgenommen.
Damit ist Gasly zumindest statistisch der größte Flucher im regulären Ranking. Verstappen bleibt dafür der Pilot, bei dem insgesamt die meisten Schimpfwörter gezählt wurden.