Hast du gewusst, dass viele Küchenreste ein zweites Leben haben können? Mit Regrowing lässt sich aus Lauchstrünken, Sellerie oder Frühlingszwiebeln ganz einfach neues Gemüse ziehen – oft nur mit einem Glas Wasser und etwas Geduld. So sparst du nicht nur Geld, sondern machst auch etwas Gutes für die Umwelt. Schon nach wenigen Tagen siehst du die ersten frischen Triebe sprießen, und dein Fensterbrett verwandelt sich im Handumdrehen in eine kleine grüne Oase.
Besonders beliebt sind leicht nachwachsende Sorten wie Lauch, Frühlingszwiebeln, Sellerie oder Karottenblätter, die sich auch auf engem Raum, etwa am Küchenfenster, unkompliziert kultivieren lassen. Wir zeigen dir, wie einfach es geht.
Du kannst eigentlich alle Salat- und Kohlköpfe zum Nachwachsen verwenden. Besonders gut klappt es mit Romanasalat.
Den etwa 5 cm hohen Strunk in ein Glas mit Wasser stellen. Einen hellen Platz wählen und das Wasser täglich wechseln.
Sobald Wurzeln und neue Blätter zu sehen sind, den Strunk in die Erde einpflanzen (z.B. in einem Blumentopf). Dort kann dann der Salat wachsen.
Es kommt vor, dass sich in der Mitte ein harter Trieb mit kleinen Blättern bildet, das ist ein Blütenansatz, die Blättchen daran schmecken bitter. Diesen Trieb solltest du deshalb herausbrechen. Nach wenigen Wochen bilden sich große, frische Blätter.
Kurkuma und Ingwer
Ein Stück der Knolle über Nacht in lauwarmes Wasser legen.
Dann etwa 1 bis 2 cm tief in Erde stecken und feucht halten.
Nach einigen Wochen wachsen mit den sichtbaren Blättern auch die Wurzelknollen.
Nach 9 Monaten färben sich die Blätter gelb – dann ist der Ingwer erntereif.
Weil Kurkuma ein Ingwergewächs ist, kannst du Kurkuma und Ingwer auf die gleiche Weise nachwachsen lassen.
Lauch
Den unteren Teil mit Wurzeln abschneiden und ins Wasser stellen.
Tipp: Wenn kräftige Triebe sichtbar sind, kann man ihn auch in Erde einpflanzen.
1. Helligkeit: Stelle die Gläser am besten auf eine sonnige Fensterbank. 2. Sauberkeit: Wechsel das Wasser alle 2–3 Tage, damit die Pflanzen gesund bleiben. 3. Umsetzen: Sobald kräftige Wurzeln entstanden sind, lohnt es sich, das Gemüse in Erde einzupflanzen – so wachsen sie länger und kräftiger. 4. Experimentieren: Auch andere Gemüsereste wie Romanasalat oder Pak Choi lassen sich leicht nachziehen.
Regrowing ist kinderleicht, macht Spaß und bringt frisches Grün in die Küche – ganz ohne Garten. Es beflügelt auch zum Experimentieren. Wer einmal damit anfängt, wird überrascht sein, wie viele Pflanzen ein zweites Leben haben können. Probier's aus.