Ein 70-Jähriger wollte am Dienstagabend auf seinem Grundstück in Kirchberg-Thening (OÖ) aus seinem Elektroauto steigen. Doch daraus wurde nichts: Die Türen seines Fisker Ocean blieben ebenso wie die Fenster verschlossen. Der Mann saß fest und musste schließlich über das E-Call-System Hilfe holen, wie die "OÖN" berichten.
Um 18.11 Uhr ging der Alarm bei der Polizei ein. Als die Beamten eintrafen, war der Pensionist laut eigenen Angaben bereits seit rund 20 Minuten eingeschlossen. Ein Ersatzschlüssel fehlte, auch die Ladeklappe ließ sich nicht öffnen.
Ein Beamter suchte daraufhin online nach einer Möglichkeit, den Mann zu befreien. Dabei stellte sich heraus, dass der US-Hersteller Fisker, der 2024 Insolvenz angemeldet hatte, in Österreich keine Servicestelle oder Notfallnummer mehr betreibt.
Da der ÖAMTC zunächst keine Hilfe zusagen konnte, wurde die Feuerwehr verständigt. Inzwischen erreichte der Polizist eine deutsche Servicenummer. Dort wurde ihm ein "bekannter technischer Defekt" erklärt, der bei entladenen 12-Volt-Batterien auftreten könne. Zudem erhielt er eine Anleitung zum Öffnen der Motorhaube.
Schließlich erschien doch noch ein ÖAMTC-Techniker, der die Motorhaube öffnen konnte. Um 18.48 Uhr war der 70-Jährige wieder frei. Neben der Polizei standen auch die Freiwilligen Feuerwehren Axberg und Kirchberg-Thening im Einsatz.