Achtung an der Oberen Adria! Pünktlich zur Sommerurlaubszeit treiben dort wieder sogenannte Spiegeltrickbetrüger ihr Unwesen. Laut einem Bericht des "Jesolo Magazins" kam es in der vergangenen Woche vor allem im Bereich der bekannten italienischen Badeorte Lignano und Grado zu Vorfällen.
Die Betrüger gehen dabei immer gleich vor. Sie bleiben mit ihrem Fahrzeug am Straßenrand stehen und werfen dann mit Gegenständen auf vorbeifahrende Autos, berichtet die "Kleine Zeitung".
Durch das dadurch entstehende Geräusch glauben viele Opfer, dass sie vielleicht das Auto der Täter touchiert haben könnten. Diese nehmen dann prompt die Verfolgung auf und versuchen, die Betroffenen durch Lichthupe und auffälliges Fahrverhalten zum Anhalten zu bewegen.
Danach weisen sie auf Schäden an ihrem Auto hin und behaupten, dass dieser durch eine Kollision mit dem Fahrzeug der Opfer passiert sei. Als Entschädigung fordern die Täter meist einen Geldbetrag, der sofort in bar übergeben werden soll.
So ist es auch in der vergangenen Woche einem Urlauber auf dem Weg von Lignano nach Grado passiert. Demnach hätten die Täter am Seitenstreifen geparkt, dann hätte es einen "lauten Knall" gegeben. Der Tourist hielt jedoch nicht an, vielmehr machte er Fotos von dem Wagen der Betrüger, woraufhin diese die Flucht ergriffen. Seine klare Warnung: "Nie anhalten!" Der Mann habe nun einen Lackschaden an seinem Fahrzeug.
Ähnlich erging es einem weiteren Urlauber bei Aprilia Marittima. Er wurde nahe eines Kreisverkehrs von den Betrügern ins Visier genommen. Der Mann fiel jedoch nicht auf den Betrug herein und kündigte an, die Polizei zu rufen. Die Betrüger ergriffen daraufhin die Flucht.