Treppensteigen wurde zur Qual

"Niemand konnte mir helfen" – Mutter kämpft um Diagnose

Die Linzerin Manuela Hauser (46) konnte plötzlich kaum noch mehr über Stiegen rauf. Für die richtige Diagnose musste die Mutter jahrelang kämpfen.
Oberösterreich Heute
17.08.2026, 03:00
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Vor rund fünf Jahren änderte sich das Leben der heute 46-Jährigen schlagartig: Beim Treppensteigen bekam sie Herzstolpern, selbst leichte Tätigkeiten wurden zur Belastung. Auch das Spielen mit ihren vier Kindern war kaum mehr möglich. Schließlich musste sich Hauser an ihrem Arbeitsplatz krankmelden.

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"Es hieß, ich würde an Stress leiden"

Mit ihren Beschwerden fühlte sich die Linzerin lange nicht ernst genommen. "Ich war beim Hausarzt, bei Lungenfachärzt*innen, bei Kardiolog*innen, aber niemand konnte mir helfen", erzählt Hauser.

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Statt einer Diagnose bekam die Mutter einen anderen Rat: "Im Gegenteil – es hieß, ich würde an Stress leiden, solle mir als Mutter von vier Kindern mehr Zeit für mich nehmen."

Erst eine Untersuchung bei Oberärztin Regina Steringer-Mascherbauer am Ordensklinikum Linz Elisabethinen brachte Klarheit: Hauser leidet an Lungenhochdruck. "Von dieser speziellen Art der pulmonalen Hypertonie der Gruppe I ist nur ein Prozent der Weltbevölkerung betroffen, deshalb dauert die Abklärung oft lange oder Betroffene werden falsch behandelt", erklärt Steringer-Mascherbauer, die das Referenzzentrum für Pulmonale Hypertension leitet.

Krankheit ist nicht heilbar

Die deutlichsten Alarmzeichen für eine Hypertonie: meist ungeklärte Atemnot einhergehend mit einem deutlichen Leistungsabfall. Eine rasche Behandlung ist laut der Ärztin dringend nötig.

"Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, aber man kann den Verlauf mit Medikamenten beeinflussen." Die Lebensqualität bleibe zwar eingeschränkt, "aber in manchen Fällen können die Patient*innen sogar wieder arbeiten gehen". Die Erkrankung hinterlässt oft auch seelische Spuren: "Viele Betroffene entwickeln Depressionen, wir behandeln unsere Patient*innen deshalb ganzheitlich."

"Unsichtbare Erkrankung"

Hauser will mit ihrer Geschichte nun auf die "unsichtbare Erkrankung" aufmerksam machen und anderen Betroffenen den langen Weg zur Diagnose ersparen. Kraft gibt ihr vor allem ihre Familie: "Meine Kinder und mein Mann sind mein Anker."

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