Nach den rechtsextremen Schmierereien in Mattsee hat die Polizei drei Verdächtige ausgeforscht. Gegen sie wird wegen des Verdachts der Wiederbetätigung nach dem NS-Verbotsgesetz sowie wegen Sachbeschädigung ermittelt.
Am vergangenen Wochenende waren an mehreren Häuserfassaden, Türen, Gartenmauern, Glasscheiben und Autos nationalsozialistische Symbole und Parolen angebracht worden. Unter anderem wurden Hakenkreuze und "Heil Hitler"-Schriftzüge entdeckt.
Die Ermittlungen laufen derzeit auf Hochtouren. Wie die Polizei mitteilte, stehen drei Personen im Verdacht, an den Schmieraktionen beteiligt gewesen zu sein. Weitere Details zu den Verdächtigen wurden vorerst nicht bekanntgegeben.
Für Empörung sorgte der Vorfall auch in der Gemeinde selbst. Bürgermeister Michael Schwarzmayr (SPÖ) verurteilte die Aktionen scharf. Derartige Vorfälle hätten keinen Platz in Mattsee und würden nicht toleriert werden. Zugleich betonte er, dass es in der Gemeinde "mit Sicherheit keine Nazi-Zellen" gebe, wie es im "Kurier" heißt.
Für Diskussionen sorgte zwischenzeitlich die Frage, ob die Ermittlungen lediglich wegen Sachbeschädigung geführt würden. Das Mauthausen Komitee Österreich forderte eine konsequente Verfolgung rechtsextremer Straftaten und appellierte an die Behörden, entschlossen gegen derartige Vorfälle vorzugehen.
Die Polizei stellte am Mittwoch klar, dass nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern ausdrücklich auch wegen des Verdachts der Wiederbetätigung nach dem Verbotsgesetz ermittelt wird. Die Untersuchungen dauern an.