Wie jetzt bekannt wurde, ist die Tankstelle am Margareten Gürtel nicht die einzige, die ihren Kunden mit einer Besitzstörungsklage droht und so Geld einkassiert. In Floridsdorf wurde einer 77-Jährigen der Parkplatz eines Bau- und Elektromarktes ebenfalls zu Verhängnis.
Nachdem sie einige Minuten lang ihr Auto dort abstellte, bekam sie von einer privaten Parkraumüberwachungsfirma bereits die Quittung: 120 Euro sollte sie binnen weniger Tage überweisen. Auch ein Gespräch mit dem Filialleiter des Geschäfts brachte wenig Erfolg: "Er sagte ihm sei das egal, ich müsse das bezahlen, auch wenn am Parkplatz kaum Fahrzeuge standen", erzählt die 77-jährige Wienerin, die nicht weiß, wie sie die Summe von ihrer niedrigen Pension begleichen soll.
Am Tag darauf schrieb sie dann an den Chef des Baumarktes eine E-Mail, in der sie die Umstände noch einmal erläuterte. Plötzlich zeigte sich dieser "kulant" und bestand auf 90 statt auf 120 Euro. Die Dame wird die Summe nun vor Weihnachten noch bezahlen müssen, weil sie, wie sie sagt, "keine weiteren Probleme" haben möchte.