Xherdan Shaqiri (20.), Breel Embolo (44.) und Remo Freuler (48.) schossen die "Eidgenossen" am Freitagabend im direkten Duell gegen den Aufstiegs-Konkurrenten weiter, Treffer der Serben durch Aleksandar Mitrovic (26.) und Dusan Vlahovic (35.) waren letztendlich zu wenig.
Die Partie wurde im Vorfeld mit Spannung erwartet, ist die Begegnung doch aufgrund der kosovoalbanischen Abstammung der drei Schweizer Teamspieler Xhaka, Shaqiri und Ardon Jashari stets besonders brisant. Vor vier Jahren war es beim WM-Aufeinandertreffen zum "Doppeladler-Eklat" gekommen, Shaqiri und Xhaka formten damals beim Jubel mit den Händen das albanische Wappentier.
Auch am Freitagabend ging es im Stadion 974 heiß her, provozierte Xhaka die serbische Ersatzbank in der 66. Minute mit einer obszönen Geste, griff sich in den Schritt. Ersatzspieler stürmten daraufhin auf das Spielfeld. In der Nachspielzeit umringten mehrere serbische Teamspieler den Star-Kicker von Arsenal. Serbiens Teamchef Dragan Stojkovic soll derweil eine üble Beleidigung in Richtung der Schweizer Spieler ausgesprochen haben.
Nach dem Schlusspfiff folgte schließlich noch eine weitere Provokation Xhakas – zumindest sehen das die serbischen Medien so. Denn der Teamkapitän streifte sich das Trikot seines Mitspielers Jashari über. Deshalb orteten die Serben eine gezielte politische Botschaft, schließlich gab es den namensgleichen kosovarischen Freiheitskämpfer Adem Jashari. Der serbische "Blic" schrieb von einem "abscheulichen Skandal".
Xhaka wollte von politischen Provokationen freilich nichts wissen. "Da gibt es keinen politischen Gedanken dahinter", meinte der "Nati"-Kapitän. Trotzdem könnte dem Schweizer Kapitän noch Ungemach drohen. Schweizer Medien spekulieren bereits, dass Xhaka für seine obszöne Geste eine Strafe ausfassen könnte. Möglicherweise eine Sperre.
Atletio-Starcoach Diego Simeone feierte etwa 2019 ein Tor mit dem Griff in den Schritt, wurde daraufhin von der UEFA mit einer Geldbuße von 20.000 Euro belegt.