Ungewöhnliche Zeit

ÖFB-Stars müssen vor Argentinien-Hit schon um 6 Uhr auf

Österreich trifft in Dallas bereits zu Mittag auf Argentinien. Für das ÖFB-Team bedeutet das eine riesige Umstellung. Tagwache ist früher als gewohnt.
Sport Heute
22.06.2026, 07:42
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Vor dem WM-Hit gegen Argentinien muss das ÖFB-Team ungewöhnlich früh aus dem Bett. Wenn die Rangnick-Elf am Montag um 12 Uhr Ortszeit in Dallas gegen Argentinien aufläuft, ist der gewohnte Rhythmus komplett auf den Kopf gestellt. Denn: Der Wecker der ÖFB-Stars läutet bereits um 6 Uhr.

Uhrzeit wie in der U15

"Das letzte Mal, dass sie so früh gespielt haben, war wohl in der U15", vermutet Teamchef Ralf Rangnick. Denn im Vergleich zum WM-Basecamp in Santa Barbara fühlt sich der Anpfiff für die ÖFB-Kicker aufgrund der zweistündigen Zeitverschiebung wie 10 Uhr vormittags an.

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Vor allem einer im Team hat mit der Anstoßzeit gar keine Freude: Marko Arnautovic. Österreichs Rekordteamspieler machte im Vorfeld der Partie kein Geheimnis daraus, dass frühe Stunden nicht zu seinen Lieblingsmomenten zählen.

"Wenn ich in der Früh aufstehe, dann dürfen mich meine Frau und Kinder nicht anreden, das ist ein absolutes Tabu", sagt der 36-Jährige. Doch auch Arnautovic muss am Matchtag früh raus. Der Wecker wird wohl auf 6 Uhr gestellt. "Dann wird es bis 12 Uhr schon gehen."

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ÖFB überlässt nichts dem Zufall

Was zunächst nach einer Randnotiz klingt, beschäftigt den ÖFB schon länger. Nicht nur Gegner Argentinien ist eine Herausforderung, sondern auch die Uhrzeit. "Das ist um 10 Uhr, wenn wir in unserer Zeitzone bleiben", erklärt Martin Rinderer. Der Ernährungs- und Schlafexperte des ÖFB verweist damit auf die zwei Stunden Zeitunterschied zwischen Dallas und dem österreichischen WM-Basecamp in Santa Barbara.

Rinderer hat gemeinsam mit Sportwissenschafter Gerhard Zallinger sogar einen genauen Fahrplan ausgearbeitet. Das Ziel: Die innere Uhr der Spieler soll rechtzeitig auf den ungewöhnlichen Anpfiff eingestellt werden. Dafür sammelt der ÖFB seit Wochen Daten – vom Schlaf über das subjektive Wohlbefinden bis hin zu CK-, Belastungs- und Leistungswerten. Die Anpassung erfolgte Schritt für Schritt.

In den vergangenen Tagen wurden die Trainingszeiten sukzessive nach vorne verlegt. Teilweise bat Rangnick seine Spieler bereits um 9.30 Uhr auf den Platz. Der Matchtag wurde damit praktisch simuliert.

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