Deutscher Landkreis

Öffi-Hammer! Verkehrsverbund wächst über die Grenze

Das Berchtesgadener Land soll Teil des Salzburger Verkehrsverbunds werden. Dafür fließen jetzt rund 750.000 Euro EU-Förderung.
Newsdesk Heute
28.08.2026, 12:38
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Ein Ticket, ein Tarif und bessere Anschlüsse über die Grenze hinweg: Salzburg und das benachbarte Berchtesgadener Land wollen beim öffentlichen Verkehr künftig noch enger zusammenarbeiten. Für die geplante Integration des deutschen Landkreises in den Salzburger Verkehrsverbund gibt es jetzt rund 750.000 Euro Fördermittel.

Das Geld kommt aus dem EU-Programm INTERREG Bayern-Österreich. Die Förderung geht an den Landkreis Berchtesgadener Land und die Salzburger Verkehrsverbund GmbH. Finanziert werden damit unter anderem die finale Ausarbeitung des Tarifangebots sowie der Aufbau der notwendigen Organisationsstruktur.

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Einheitliche Tarife

Für Fahrgäste soll der Schritt vor allem eines bringen: weniger Hürden bei Fahrten zwischen Salzburg und Bayern. Geplant sind einheitliche Tarife, besser abgestimmte Anschlüsse sowie eine gemeinsame Fahrgastinformation.

"Die zugesagten EU-Mittel sind Rückenwind für ein grenzüberschreitendes Angebot aus einem Guss: einheitliche Tarife, bessere Anschlüsse und klare Information", erklärt Salzburgs Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll.

Auch Landrat Michael Koller spricht von einem "starken Signal". Mit der EU-Unterstützung und der Zusammenarbeit mit dem Salzburger Verkehrsverbund rücke der gemeinsame Verkehrsverbund deutlich näher.

Start wird auf Ende 2027 verschoben

Fahrgäste müssen sich allerdings länger gedulden als ursprünglich geplant. Die Integration war zunächst für Anfang 2027 vorgesehen. Jetzt soll sie erst im vierten Quartal 2027 erfolgen.

Grund dafür sind laut den Projektpartnern die komplexen vertraglichen, technischen und organisatorischen Anforderungen. Schließlich soll hier ein grenzüberschreitender Verkehrsverbund entstehen, den es in dieser Form in Deutschland und Österreich bisher nicht gibt.

Mit dem zusätzlichen zeitlichen Spielraum sollen Rechtssicherheit, Qualität und ein stabiler Betrieb sichergestellt werden.

Schlusspunkt: Bayern hatte bereits die vorbereitende Grundlagenstudie mit bis zu 550.000 Euro gefördert. Mit den nun zugesagten 750.000 Euro aus EU-Mitteln nimmt das grenzüberschreitende Öffi-Projekt weiter Fahrt auf.

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