Der Ölpreis hat wieder die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschritten – und das könnte gefährliche Folgen haben. Die steigenden Preise sorgen nicht nur an der Wall Street für Nervosität, sondern könnten auch den Konflikt mit dem Iran weiter anheizen.
Videos von sinkenden Schiffen und treibenden Containern in der Straße von Hormuz dämpfen den Optimismus an den globalen Märkten. Die Sorge wächst, ob genügend Schiffe die wichtigen Energielieferungen transportieren können.
Wie die Jerusalem Post berichtet, könnten die hohen Ölpreise die USA dazu zwingen, vor den Wahlen einen neuen Konflikt mit dem Iran zu vermeiden. Doch gleichzeitig könnten Iran und seine Verbündeten genau diese Periode ausnutzen wollen.
Besonders im Fokus stehen die Houthis, die die strategisch wichtige Meerenge Bab el-Mandeb bedrohen könnten. Auch iranische Proxy-Gruppen im Irak bleiben aktiv. Am Samstag kam es dort zu einer mysteriösen Explosion, die offenbar eine dieser Gruppen traf.
Angriffe auf Pipelines oder Transitpunkte in Saudi-Arabien können Reparaturen erfordern, die Wochen dauern. All diese Störungen verstärken die Unsicherheit auf dem globalen Markt und treiben die Preise weiter nach oben.
Experten rechnen damit, dass der Ölpreis noch weiter steigen könnte – bis auf 120 US-Dollar. Das würde sich früher oder später auch bei den Verbraucherpreisen bemerkbar machen und die europäische Industrie belasten.