Österreich erreicht – so gefährlich ist Delta-Variante

Die Delta-Variante des Coronavirus ist in NÖ nachgewiesen worden – das ist bereits der dritte Fall in ganz Österreich. (Symbolbild)
Die Delta-Variante des Coronavirus ist in NÖ nachgewiesen worden – das ist bereits der dritte Fall in ganz Österreich. (Symbolbild)Getty Images/iStockphoto
Die Delta-Variante des Coronavirus ist in NÖ nachgewiesen worden – das ist bereits der dritte Fall in ganz Österreich. So gefährlich ist die Mutation.

In den vergangenen Wochen gab es in Österreich wieder einen Grund zum Aufatmen. Die voranschreitende Impfkampagne und die strengen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben endlich Wirkung gezeigt – die Zahl der Neuinfektionen ist immer weiter gesunken, die Maßnahmen wurden dementsprechend gelockert.

Zuletzt wurden mit 10. Juni weitere Öffnungsschritte umgesetzt (Mehr dazu hier >>). Die nächsten sollen im Juli folgen, dann könnte wohl auch die Nachtgastronomie ihren Betrieb nach fast einem Jahr wieder aufnehmen. 

Delta-Variante in Österreich

Eine Nachricht lässt die Österreicher nun aber wieder zusammenzucken: Kaum schien es so, als sei die Pandemie unter Kontrolle gebracht worden, versetzen Schlagzeilen über den Nachweis einer neuen Mutation in Niederösterreich die Menschen in Alarmbereitschaft. Am Freitag wurde die sogenannte Delta-Variante des Coronavirus bei einer Sequenzierung in dem Bundesland nachgewiesen. Betroffen ist ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Mödling.

 Der Fall in Niederösterreich ist mittlerweile der dritte nachgewiesene Ansteckungsfall in Österreich.

Ein Sprecher des Büros von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig teilte gegenüber "Heute" mit, dass der Patient "aber bereits wieder genesen und aus der Quarantäne draußen" sei. (Mehr dazu hier >>) Ersten Informationen zufolge soll es keine nachfolgenden Ansteckungen gegeben haben.

60% ansteckender als Alpha-Typ

Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta – auch B.1.617.2 genannt – ist Analysen zufolge deutlich ansteckender als die in Großbritannien entdeckte Mutation Alpha. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diese Variante zuletzt sogar als "besorgniserregend" eingestuft.

Laut Informationen der englischen Gesundheitsbehörde Public Health sei das Risiko, die Menschen im eigenen Haushalt anzustecken, bei der Delta-Variante schätzungsweise 60 Prozent höher als bei Alpha. Ein weiteres besorgniserregendes Faktum: Delta soll sich der Schutzwirkung der Impfstoffe stärker als andere Varianten entziehen können. Das gelte insbesondere nach nur einer Impfdosis. 

 Vollständig immunisierte Personen seien hingegen sehr gut vor der Delta-Variante geschützt.

Zahlen steigen in Großbritannien

In England steigen die Corona-Zahlen wieder. Wie die Behörden vermelden, verzeichnet fast jeder Landesteil seit mehreren Wochen steigende Fallzahlen. Innerhalb von einer Woche haben die Behörden 61 Prozent mehr Ansteckungen registriert.

Besonders die Delta-Variante sorgt dort offiziellen Angaben zufolge derzeit für rund neun von zehn Coronavirus-Infektionen. Die Mutation ließ die 7-Tage-Inzidenz – die sich längere Zeit auf einem sehr niedrigen Niveau befand – auf zuletzt knapp 52 ansteigen. Die rasche Ausbreitung könnte die geplanten weiteren Lockerungen gefährden. Zuletzt warnten Experten sogar vor einer neuen Welle.

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