Österreichs Frauen-Nationalteam steht auf dem Weg zur Fußball-WM 2027 in Brasilien vor einer wichtigen Aufgabe. In der ersten Play-off-Runde trifft die Mannschaft von Teamchef Lars Söndergaard auf den Kosovo. Das Hinspiel steigt am Freitag um 18 Uhr in Pristina.
Die Favoritenrolle ist dabei klar verteilt. Während Österreich in der FIFA-Weltrangliste auf Platz 23 liegt, rangiert der Kosovo lediglich auf Position 84. Für ÖFB-Teamchef Söndergaard ist deshalb klar, dass seine Mannschaft den Aufstieg schaffen muss.
"Wir sind die Favoriten, da darf über zwei Spiele nichts schiefgehen", stellt der Däne vor der Partie klar.
Für den Teamchef ist es erst das dritte Spiel an der Seitenlinie der ÖFB-Frauen. Bei seinem Debüt feierte er einen 1:0-Erfolg gegen Slowenien, anschließend setzte es zum Abschluss der Qualifikation eine 1:2-Niederlage gegen Norwegen.
Unterschätzen will Söndergaard den Kosovo trotz des deutlichen Unterschieds in der Weltrangliste nicht. Besonders vor Frankfurt-Legionärin Ereleta Memeti und Austria-Wien-Offensivspielerin Modesta Uka warnt der ÖFB-Coach.
"Das sind Spielerinnen auf ganz hohem Niveau, wir dürfen ihnen keinen Platz geben", erklärt der 67-Jährige. Der Kosovo dürfte vor allem mit direkten Angriffen versuchen, die österreichische Defensive unter Druck zu setzen. Söndergaard fordert deshalb Konzentration im Spielaufbau und eine gute Absicherung bei Ballverlusten.
"Wir müssen schauen, dass wir nicht unnötig den Ball verlieren, und wenn doch, dass wir schnell ins Gegenpressing kommen bzw. wir eine gute Restverteidigung haben", betont der Teamchef.
Eine zusätzliche Herausforderung wartet mit den Platzverhältnissen in Pristina. Bereits beim jüngsten Nations-League-Auftritt der österreichischen Männer war der Rasen in schlechtem Zustand. Von seiner grundsätzlichen Spielweise will Söndergaard deshalb aber nicht abrücken.
"Wir werden aber deshalb jetzt nicht unsere Spielidee total verändern", stellt er klar. Das Ziel sei ein Auswärtssieg, um sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu verschaffen.
Auch Mittelfeldspielerin Annabel Schasching sieht Österreich klar in der Favoritenrolle. Die Leipzig-Legionärin betont allerdings, dass ihre Mannschaft auf dem schwierigen Untergrund genau abwägen müsse, wann sie im Spielaufbau Risiken eingeht.
"Wir haben genug Erfahrung, um das abschätzen zu können", erklärt Schasching. Der Traum von der ersten WM-Teilnahme in der Geschichte des österreichischen Frauen-Nationalteams lebt jedenfalls. Nach einem möglichen Erfolg gegen den Kosovo würde in der zweiten Play-off-Runde voraussichtlich die Schweiz warten.
Schasching bezeichnet die Chance auf das historische WM-Ticket als "realistisch". Dafür muss Österreich zunächst aber seine Pflichtaufgabe gegen den Kosovo erfüllen.