"Ich habe sonst keine Familie"

Österreicher sitzt wegen Hund "Jambo" in Thailand fest

Weil sein Pitbull plötzlich nicht mehr transportiert wird, kann ein Tiroler (48) Thailand nicht verlassen - und bleibt dort mit seinen Hunden hängen.
André Wilding
20.03.2026, 17:02
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Für Daniel L. ist es eine verzweifelte Situation: Der 48-Jährige kann laut "Kronen Zeitung" Thailand nicht verlassen, weil sein Pitbull "Jambo" nicht mehr ins Flugzeug darf. Der Tiroler will aber keinesfalls ohne seine Hunde zurück nach Österreich reisen.

Hinter dem Österreicher liegen schwere Jahre. Zwischen 2020 und 2024 verlor er mehrere enge Angehörige. Zuerst pflegte er seine Großmutter bis zu ihrem Tod, danach kümmerte er sich um seine schwer kranke Mutter, die im Koma lag. "In diesen Jahren ist jeder Mensch gestorben, den ich geliebt habe", erzählt der Mann gegenüber der "Krone". "Ich habe sonst keine Familie mehr, nur noch meine zwei Hunde".

Neustart in Thailand

Schließlich zog er die Reißleine und verließ Österreich. Gemeinsam mit seinen Hunden "Emma" und "Jambo" wollte er in Thailand neu anfangen. Doch schon die Ankunft wurde zur Belastungsprobe: Wegen Problemen mit Dokumenten mussten die Tiere stundenlang in der Hitze ausharren.

"Sie haben meine Hunde fünf Stunden in der Sonne stehen lassen", sagt Daniel gegenüber der Tageszeitung. "Jambo war fast dehydriert. Er hat kaum mehr reagiert. Ich habe ihm Wasser in den Mund geschüttet. Erst nach einer halben Stunde ist er wieder zu sich gekommen." Monate später plante der Tiroler die Rückreise - doch daraus wurde nichts.

"Habe Angst, dass er Reise nicht übersteht"

Obwohl der Pitbull beim Hinflug transportiert worden war, weigert sich "Lufthansa Cargo" in Thailand nun, den Hund mitzunehmen. Eine klare Begründung gibt es nicht, heißt es im Bericht weiter. Verschiedene Stellen verweisen einander, eine Lösung bleibt aus. Der 48-Jährige hat mittlerweile Anwältin Astrid Wagner eingeschaltet.

Eine mögliche Alternative wäre ein Flug mit Umstieg über den Nahen Osten. Doch dabei müssten die Hunde bis zu 30 Stunden in Transportboxen verbringen. Für Daniel keine Option! "Ich habe große Angst, dass er die Reise nicht übersteht", sagt der Tiroler der "Krone".

Visum läuft ab

Andere Auswege hat er geprüft - etwa Frachtschiffe, lange Autofahrten oder Privatjet-Flüge. Doch die Kosten sind für ihn nicht leistbar. Währenddessen wird die Zeit knapp: Sein Visum läuft bald ab.

Für den Tiroler bleibt nur eine Hoffnung - eine Lösung, bei der er seine Hunde nicht zurücklassen muss.

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