Auffällige Entwicklung auf der Universität Innsbruck. Immer weniger Studenten mit österreichischer Matura sitzen in den Hörsälen. Aktuell liegt ihr Anteil nur mehr bei 47,9 Prozent – bei den Erstsemestrigen sogar bei nur 38,8 Prozent.
Für die Liste Fritz ist die Entwicklung dramatisch. Parteichefin Andrea Haselwanter-Schneider warnt, dass beliebte Studien wie Psychologie regelrecht "überrannt" werden. Der Andrang sei so groß, dass heimische Studenten zunehmend verdrängt würden.
Die Forderung ist deshalb klar: Eine Quote nach dem Vorbild der Medizin-Uni soll her. Konkret sollen 75 Prozent der Plätze für Österreicher reserviert werden, 20 Prozent für EU-Bürger und fünf Prozent für Drittstaatenangehörige.
Die Liste Fritz will die Regelung nicht nur auf Psychologie beschränken. Auch Studien wie Wirtschaft oder Architektur stehen im Raum. Gerade in der Psychologie sei der Bedarf im Land besonders hoch - deshalb sei hier ein Eingriff leichter zu begründen, so Haselwanter-Schneider laut APA.
Zusätzlich werden strengere Aufnahmeverfahren diskutiert. Auch ein Modell wie in Belgien steht im Raum, bei dem ein freier Uni-Zugang erst nach mehreren Jahren Hauptwohnsitz möglich ist.
Schon kommende Woche soll das Thema im Tiroler Landtag aufschlagen. Vor allem Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) wird in die Pflicht genommen. Er soll sich auf Bundes- und EU-Ebene für eine Lösung einsetzen, fordert die Liste Fritz.
Auch der Wohnungsmarkt heizt die Debatte an. Durch die vielen Studenten sei dieser in Innsbruck massiv angespannt. Neue Wohnmodelle könnten hier zumindest etwas Druck rausnehmen.