Bezahlt, gewartet – und am Ende leer ausgegangen! Mehrere Kunden eines Möbelgeschäfts in Kitzbühel schlagen Alarm. Sie haben Tausende Euro überwiesen, doch die bestellten Möbel kamen nie an – darunter Tina S. Die Vorwürfe sind massiv: Die Betreiberin und ein Mitarbeiter sollen Möbel verkauft, das Geld kassiert – und die Ware einfach nie geliefert haben. Der Schaden geht laut Betroffenen in die Zehntausende Euro.
Der Fall war Thema in der ORF-Sendung "Schauplatz Gericht" (19. März in ORF 2). Unter den Opfern sind nicht nur Kunden, sondern auch Geschäftspartner und ehemalige Vermieter. Tina S. und andere Geschädigte zogen vor Gericht – und bekamen Recht. Doch beim Versuch, das Geld einzutreiben, folgte die nächste Enttäuschung: Der Gerichtsvollzieher stand immer wieder vor verschlossenen Türen.
Besonders brisant: Es besteht der Verdacht, dass gepfändete Möbelstücke in ein anderes Geschäft in Kitzbühel gebracht wurden – betrieben vom Sohn des Verkäufers. So könnte Vermögen gezielt versteckt worden sein.
Der Möbelhändler ist kein Unbekannter. Er wurde erst im Vorjahr in Deutschland wegen Betrugs verurteilt – auf Bewährung. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt nun gegen mehrere Personen, unter anderem wegen betrügerischer Krida und Vollstreckungsvereitelung.
Für die geprellten Kunden bleibt vorerst nur die Hoffnung, doch noch an ihr Geld zu kommen. Es gilt die Unschuldsvermutung.