Gericht schließt seine Firma

Paulus Manker: Ermittlungen, weil 1 Million € weg ist

Die mit Paulus Manker verbundene ALMA Theaterproduktion ist gelöscht. Gleichzeitig ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Krida und Untreue.
Christoph Weichsler
20.01.2026, 05:30
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Vorhang auf für den nächsten Akt: Eine zentrale Firma aus dem Theater-Imperium von Paulus Manker existiert nicht mehr. Die ALMA Theaterproduktion GmbH wurde aus dem Firmenbuch gelöscht – während gleichzeitig die Staatsanwaltschaft wegen schwerer finanzieller Vorwürfe ermittelt.

Für den 67-jährigen Regisseur ist es der vorläufige Höhepunkt einer jahrelangen Serie aus Skandalen, Streitigkeiten und Gerichtsverfahren. Im Mittelpunkt steht dieses Mal nicht die Kunst, sondern Geld – sehr viel Geld.

Wer ist Paulus Manker?

Paulus Manker (67) ist Schauspieler, Regisseur und Theatermacher. Bekannt wurde er durch provokante Inszenierungen an ungewöhnlichen Orten, oft abseits klassischer Bühnen. Seine Arbeiten polarisierten: gefeiert von Fans, heftig kritisiert von Gegnern.

Sein bekanntestes Projekt ist das Stück "Alma – A Show Biz ans Ende", das international aufgeführt wurde und lange als Aushängeschild seiner Arbeit galt. Manker war dabei nicht nur künstlerisch verantwortlich, sondern auch organisatorisch und wirtschaftlich zentral eingebunden.

Manker: Löschung wegen Vermögenslosigkeit

Die Alma Theaterproduktion GmbH, gegründet 2007, war über Jahre das wirtschaftliche Rückgrat von Mankers Theaterarbeit. Über die Gesellschaft liefen Verträge, Aufführungen und Einnahmen.

Auf Anfrage von "Heute" teilte Paulus Manker mit, dass die Löschung durch das Handelsgericht Wien wegen Vermögenslosigkeit der Alma Theaterproduktion GmbH erfolgt sei.

Zu den laufenden Ermittlungen erklärte er, keine Stellungnahme abzugeben.

Worum geht es bei den "verschwundenen Millionen"?

Nach vorliegenden Sachverhaltsdarstellungen steht der Verdacht im Raum, dass der Gesellschaft Einnahmen von bis zu rund einer Million Euro entzogen worden sein sollen. Konkret geht es um Erlöse aus Theaterproduktionen, die laut Vorwürfen nicht bei der GmbH verblieben, sondern auf andere Konten oder Strukturen umgeleitet worden sein könnten.

Die Ermittler prüfen, ob dadurch die wirtschaftliche Existenz der Firma geschädigt und letztlich ihre Insolvenz mitverursacht wurde. Genau hier setzt der strafrechtliche Vorwurf an.

Ermittlungen wegen Untreue und Krida

Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen Manker wegen des Verdachts der Untreue und der Krida. Untreue bedeutet, dass Vermögen pflichtwidrig verwendet wird, Krida beschreibt das vorsätzliche oder grob fahrlässige Herbeiführen einer Pleite.

Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen im Extremfall mehrjährige Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Die Ermittlungen laufen, es gilt die Unschuldsvermutung.

Skandale als ständige Begleiter

Die Karriere von Paulus Manker ist seit Jahren von Konflikten begleitet. Mehrere Produktionen sorgten für Streit mit Projektpartnern und Veranstaltern, etwa bei Aufführungen in Israel sowie bei Projekten in Wien. Wiederholt kam es zu Abbrüchen, gerichtlichen Auseinandersetzungen und öffentlichen Vorwürfen.

Zuletzt verlor er auch die Spielrechte an seinem Erfolgsstück "Alma – A Show Biz ans Ende". Bereits vor rund einem Jahr wurde Manker zudem wegen üblicher Nachrede verurteilt.

{title && {title} } CW, {title && {title} } Akt. 20.01.2026, 12:44, 20.01.2026, 05:30
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