Erst 22 Jahre alt

Österreichs jüngster Bürgermeister ist bereit für Amt

In Heugraben im Burgenland steht ein besonderer Machtwechsel bevor: Stefan Krammer ist erst 22 Jahre alt und könnte bald eine ganze Gemeinde führen.
28.10.2026, 11:07
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Mit 22 Jahren schon Bürgermeister! Für Stefan Krammer aus Heugraben (Bezirk Güssing) könnte das in wenigen Tagen Wirklichkeit werden. Der junge Burgenländer soll die Nachfolge von Bürgermeister Walter Zloklikovits antreten – und könnte damit zum jüngsten amtierenden Ortschef Österreichs werden, berichtet der "Kurier".

Die SPÖ Heugraben hat Krammer bei ihrer Generalversammlung einstimmig nominiert. Am 6. November 2026 soll der Gemeinderat über den neuen Bürgermeister entscheiden. Auch die Amtsübergabe ist für diesen Tag geplant.

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Sieben von elf Mandaten für die SPÖ

Die Chancen für den 22-Jährigen stehen gut. Die SPÖ verfügt im elfköpfigen Gemeinderat über sieben Mandate und damit über die absolute Mehrheit. Wird Krammer gewählt, wäre er laut SPÖ der jüngste amtierende Bürgermeister Österreichs.

SPÖ-Landesgeschäftsführer Kevin Friedl freut sich über die Nominierung, wie der "Kurier" berichtet: "Dieses einstimmige Votum ist ein starkes Zeichen des Vertrauens".

Nach 67 Jahren holte SPÖ den Bürgermeistersessel

Hinter der Gemeinde liegt bereits ein politischer Umbruch. Im September 2021 gewann Walter Zloklikovits mit 65,1 Prozent die Bürgermeisterwahl. Damit stellte die SPÖ erstmals nach 67 Jahren wieder den Ortschef in Heugraben.

Bei der Gemeinderatswahl 2022 legten die Sozialdemokraten kräftig zu. Sie erreichten 59,09 Prozent der Stimmen und steigerten ihre Mandatszahl von vier auf sieben. Die ÖVP kam auf 40,91 Prozent und vier Mandate. Zloklikovits erhielt bei der Bürgermeisterdirektwahl als einziger Kandidat 83,33 Prozent der gültigen Stimmen.

Nun soll die nächste Generation übernehmen. "Unsere Gemeinden brauchen junge Menschen, die mitgestalten und ihre Ideen einbringen", betont Friedl. Gleichzeitig bedankt sich der SPÖ-Landesgeschäftsführer beim scheidenden Bürgermeister für dessen Arbeit.

red, 28.10.2026, 11:07